Auf dem Weg zur Powerfrau – Betrachtungen einer HIB-Sudierenden

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Obama in Auf dem Weg zur Powerfrau - Betrachtungen einer HIB-SudierendenSie ist eine richtige Powerfrau – diesen Satz hat man schon oft gehört, vor allem im Zusammenhang mit Sportlerinnen oder Frauen in einer führenden Position wie Managerinnen. Oft wird auch eine aktive und eigenwillige Frau damit assoziiert. Und manchmal ertappt man sich wohl bei dem Gedanken, selbst gern eine von Ihnen zu sein, eine Powerfrau. Doch was sind Powerfrauen überhaupt und was macht sie so besonders?

Den Begriff „Powermann“ gibt es nicht. Männer brauchen nicht so genannt werden, denn sie haben sowieso schon genug „Power“ – so die allgemeine Annahme. Demnach bedeutet das, eine Powerfrau bricht aus ihrer „normalen“ Frauenrolle aus. Man muss also erst zur Powerfrau werden. Aber welche Eigenschaften machen jemanden zu Powerfrau?
Eine Umfrage unter einigen HIB-Studentinnen und -studenten ergab hierzu Folgendes:
Eine antriebslose oder gar faule Frau, jemand der schwach oder unsicher ist, ist das absolute Gegenteil einer Powerfrau. Als Eigenschaften einer Powerfrau wurden an erster Stelle Zielstrebigkeit, und vor allem Organisationsfähigkeit, Bildung und Unabhängigkeit genannt. Powerfrauen müssen zudem sowohl multitaskingfähig als auch mutig sein und Durchsetzungsvermögen haben. 78% der Befragten fanden auch, dass eine Powerfrau Kinder und Beruf unter einen Hut bringen kann.
Auf die Frage hin, welche Fähigkeiten oder Eigenschaften einer Powerfrau die HIB-Studenten im Hinblick auf ihren späteren Beruf gerne hätten, gaben sie an erster Stelle an, Arbeit und Familie zu vereinen zu können. Als nächstes nannten sie Zielstrebigkeit, Organisationsfähigkeit und Unabhängigkeit.
Das Thema Frauen in führenden Positionen ist auch in großen Unternehmen immer noch ein Thema. Doch die Meinungen über die Art der Frauen, die diese Stellen besetzen sollen, gehen weit auseinander.
Das Handelsblatt schrieb am 8.3.07: „Bei deutschen Managern stehen Frauen hoch im Kurs, die die Zähne zusammenbeißen können […] und eigene Bedürfnisse zurückstellen“, die aber in den Management-Etagen nicht unbedingt willkommen seien. – „Trümmerfrau ja, Powerfrau, nein danke“.

Der Chef einer Großkanzlei, der laut dem Handelsblatt anonym bleiben wollte, geht sogar soweit zu behaupten, Kolleginnen mit Familie seien immer mit der einen Gehirnhälfte bei den Kindern und schafften es daher nicht an die Spitze. Ihnen fehle der letzte Biss. 90%  der befragten Studenten der HIB stimmten dieser Aussage natürlich nicht zu.
Trotzdem stecken Frauen immer noch zurück und überlassen ihren aggressiveren Kollegen die Spitzenpositionen. Ein funktionierendes Privatleben ist ihnen wichtiger als den Männern. Die Frauen in den Chefetagen seien eher bereit als Männer, ihre Arbeitszeit zugunsten der Familie zu reduzieren, so das Ergebnis einer Umfrage des Handelsblatts.
Vielleicht hat man als Frau das Gefühl, Managementqualitäten erst entwickeln zu müssen, bevor man „an die Arbeit“ geht und eine Powerfrau sein kann. Aufgrund dieser gesellschaftlichen Prägung und der Art der Studiengänge, die die HIB anbietet (u.a. Tourismus-, Eventmanagement), verwundert der große Frauenanteil hier kaum. Doch wie soll man diese Managementfähigkeiten entwickeln?
Viele kamen an die HIB, weil sie hier „schnell studieren“ konnten. Um voranzukommen muss man mit der Arbeitsbelastung zurechtkommen und sich selbst organisieren. Man arbeitet auf verschiedenen Themengebieten und sollte nie  den Blick „nach draußen“ verlieren. Was geschieht aktuell auf diesem Gebiet in der Welt? Nicht zu vergessen: die Soft Skills spielen hier eine große Rolle. Diese können es ermöglichen, die persönlichen Ziele selbstsicherer, stressfreier und vielleicht auch einfacher zu erreichen.
Um sich all dieser Fähigkeiten und Lernerfolge bewusst zu werden, braucht man das Personal Development Planning. Wenn man sich überwindet und sich die Mühe macht, lohnt es sich: Durch die Bewertung der eigenen Fortschritte erkennt man seine Stärken und Schwächen. So kann man sich genaue und vor allem erreichbare Ziele stecken und auch vor Augen behalten. Warum probiert ihr es nicht einfach aus?
Es gibt zwar keine offizielle Definition, die eine „Powerfrau“ beschreibt. Jeder hat seine eigene Vorstellung davon. Doch die Umfrage an der HIB macht klar: Eine Powerfrau hat ihre Ziele fest vor Augen. Sie will sich selbst verwirklichen und macht alles mit Leidenschaft.

Von unserem Redaktionsmitglied Felicitas Cremer

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