Besuch der ersten „Green Meetings Germany“

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Greenmeetings in Besuch der ersten Green Meetings GermanyAm 03. und 04. März habe ich in Bonn an der ersten „Green Meetings Germany“ Fachkonferenz teilgenommen, um für meine Business Dissertation „Green meetings and events – to what extent can Congress and Convention Centres in Germany become sustainable?“ zu recherchieren.  Ziel der Veranstaltung war es  „den verschiedenen Strukturen und Ansätzen, die es bisher zum Thema umweltbewusste bzw. klimaneutrale Veranstaltungen in Deutschland gibt, ein einheitliches und transparentes thematisches Dach zu geben“ (Green Meetings Germany, 2009).

In Bezug auf „Green Meetings“ ist Deutschland eigentlich ein Nachrücker, denn in den USA gibt es bereits seit einigen Jahren den sogenannten „Green Meetings Industry Council“ (weitere Informationen: www.greenmeetings.info), wessen Hauptziel ist, die Meeting Branche nachhaltig zu gestalten. Den Mitgliedern wird durch verschiedene Veranstaltungen, Workshops und Seminare bei der nachhaltigen Ausrichtung geholfen. In Deutschland soll jetzt jedenfalls ähnliches erreicht werden und den Anfang machte die „Green Meetings Germany“ Konferenz, die von der World Conference Center Bonn Management GmbH organisiert und durchgeführt wurde. Unterstützt wurde die Konferenz unter anderem vom oben genannten Green Meeting Industry Council, dem Europäischen Institut für TagungsWirtschaft und dem Europäischen Verband der Veranstaltungs-Centren e.V. (EVVC).

Die Deutsche Bahn agierte als Mobilitätspartner, sodass die Teilnehmer von jedem beliebigen Bahnhof in Deutschland kostenfrei mit dem Zug in der ersten Klasse nach Bonn reisen konnten.  Da dieses Angebot vom Großteil der Teilnehmer genutzt wurde, konnte viel CO2 gespart werden. Durch die Hin- und Rückreise mit der Bahn habe ich zum Beispiel fast 62 kg CO2 einsparen können. Trotzdem wurden bei der Veranstaltung natürlich CO2 Emissionen freigesetzt, welche mit Hilfe der Firma CO2OL berechnet und durch Spenden für Klima- und Naturschutzprogramme kompensiert wurden. Hochkarätige Redner wie Guy Bigwood (Sustainability Director von MCI, Vorstand Green Meeting Industry Council), August Moderer (Geschäftsführer Congress Centrum Mainz GmbH, Vorsitzender EVVC) und viele weitere machten die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg. Außerdem konnten die Teilnehmer ihre Meinungen und Ideen jederzeit und vor allem in den verschiedenen Workshops einbringen. Am Ende des ersten Tages gab es zudem noch eine tolle Abendveranstaltung im Foyer des World Conference Centers, wo man ausgezeichnete Möglichkeiten hatte, Networking zu betreiben, da viele wichtige Vertreter der Branche anwesend waren.  Mit dieser Veranstaltung hat die deutsche MICE Industrie jedenfalls den Anfang gemacht, „Green Meetings“ zur Alltäglichkeit zu machen.

Die Konferenz soll nun jährlich stattfinden und ich kann allen Studenten der HIB – besonders natürlich mit dem Event & Congress Schwerpunkt – nur empfehlen beim nächsten Mal an der Veranstaltung teilzunehmen, da sich diesem Thema wohl bald niemand mehr entziehen kann. Besonders wir jungen EventmanagerInnen sollten alles daran setzen, dass die Branche nachhaltiger wird.  Studenten erhalten ermäßigten Eintritt zu der Konferenz. Weitere Informationen findet Ihr auch im Internet (www.greenmeetingsgermany.de). Dort kann man sich übrigens für den Newsletter anmelden, um sich über den Stand der „Green Meetings“ in Deutschland auf dem Laufenden zu halten. 

 Von unserem Redaktionsmitglied Stefanie Nüchtern IS/6 ICE

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