„Was kommt nach der HIB?“, fragt die Studierende Sandra Döring

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Veranstaltungen, wie der Absolventenkongress, oder die Beratung beim Career Center helfen, Anregungen zu bekommen, in welche berufliche Richtung man später gehen möchte. Wir wollten von Absolventen der HIB wissen, wo sie beruflich gelandet sind und wie sie ihre Zeit an der HIB rückblickend bewerten.

Um den bestmöglichsten Einstieg in den Beruf zu bekommen, ist es nicht unbedingt notwendig, sich möglichst frühzeitig Gedanken zu machen, das meint zumindest Beatrice Velasquez Luksch. Die 23-Jährige hat 2008 ihren Abschluss an der HIB gemacht. Am Anfang des fünften Semesters machte sie sich Gedanken über den Jobeinstieg und ob sie den Master machen soll. Letztendlich hat der Jobeinstieg in ihrem Fall gewonnen, sie ist jetzt Assistentin der Leitung Internationale Märkte bei der Deutschen Bahn in Frankfurt. Rückblickend bezeichnet Beatrice Velasquez Luksch das Studium an der HIB als sehr verschult, „was gleichzeitig gut und nicht so gut sein kann“, so die 23-Jährige.

Der 26-Jährige Oliver Stendke hat ebenfalls 2008 seinen Abschluss an der Heidelberg International Business Academy in Internationales Event- und Kongressmanagement gemacht. Inzwischen ist er Freier Musikredakteur und freiberuflicher Künstler und Veranstalter und profitierte von einem Praktikum bei DASDING, dem Jugendprogramm des SWR, von dem er als freier Mitarbeiter übernommen wurde. Jedoch hat er sich schon vor dem ersten Praktikum Gedanken gemacht, wo es später beruflich hingehen soll. „Es sollte ja schon zu meinen Vorlieben, dem Studium und allem passen“, erzählt Oliver Stendke. Krankheitsbedingt musste er ein Jahr vor dem Ende des Studiums aussetzten, deshalb hatte der 26-Jährige keine Geduld mehr um den Master zu machen. Für ihn war klar: „Ich wollte immer schon selbst etwas starten, deshalb habe ich in ENV (Entrepreneurship and New Ventures) auch immer gut aufgepasst“, fügt er lachend hinzu. Gut anwenden kann er seine erlernten Fähigkeiten, da  er neben seinem Job bei DASDING mit seinem DJ Team „Buschwerk Bouncesystem“ regelmäßig Reggae- und Dancehallpartys veranstaltet. „Da brauche ich mein Know how aus dem Studium. Generell kann ich natürlich immer und überall mit meinen Fremdsprachen punkten und meine „Marketing Skills“ sind mir auch sehr von Nutzen, wenn es um die Werbung für unsere Veranstaltungen geht“. Wenn Oliver Stendke zurückblickt auf seine Zeit an der HIB wünscht er sich, dass das praktische Handwerk des Veranstaltungskaufmanns noch früher konkret behandelt wird. Was Marketing und Fremdsprachen in allen ihren Formen angeht, sei die HIB jedoch Spitze!

Judith Walter, 28 Jahre hat auch 2008 ihren Bachelor an der HIB gemacht, allerdings in der Studienrichtung International Tourism. Sie hat sich im März Gedanken darüber gemacht, ob sie den Master oder eine Festanstellung anstreben soll. Inzwischen arbeitet sie bei Behringer Touristik, einem Reiseveranstalter in Giessen. Sie hat die Weiterbildung zur Betriebswirtin an der HIB gemacht und meint: „Die Durchführung des Betriebswirtes war wirklich gut. Der Schwerpunkt lag bei BWL und auch EDV was mir für meine heutige Arbeit zugute kommt. Zudem war die Betriebswirtarbeit eine gute Vorbereitung für die Bachelorarbeit“. Judith Walter hat es etwas gestört,  dass es immer ein paar Sonderregelungen für die Betriebswirte gab, was wohl aber an den Vorgaben des Kultusministeriums gelegen hat. „Zudem hatten wir in Spanisch weniger Unterrichtsstunden als die Touristikassistenten, was sich dann im 3. Jahr ziemlich stark bemerkbar gemacht hat“, so die 28-Jährige. „Es gab an der HIB gute Dozenten aus der Praxis und es wurde ein breites Spektrum an Inhalten behandelt“. Weniger gefallen haben ihr dagegen die vielen Gruppenarbeiten. Oftmals wurden Themen als Vortrag durch Studienkollegen nur angerissen, erzählt Judith Walter von ihrer Erfahrung an der HIB.

Letztendlich gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, wie die berufliche Laufbahn nach dem Bachelor-Abschluss weitergeht. Jedoch gibt es nicht DIE Lösung. Jeder muss sich selbst klar werden, ob Praktikum, Master, Jobeinstieg oder ein Jahr im Ausland für ihn oder sie der beste Weg ist.

Von unserem Redaktionsmitglied Sandra Döring (4A IMM)

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