Kulturinvest Kongress vom 28. bis 29. Oktober 2010 in Berlin

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Kulturinvest-bild in Kulturinvest Kongress vom 28. bis 29. Oktober 2010 in BerlinZwei Tage, 14 Parallelforen und 60 Referenten aus Kultur und Wirtschaft bei dem Kulturinvest Kongress vom 28. bis 29. Oktober in Berlin – und nebenbei ein bisschen Sightseeing in der 3-Millionen-Metropole – für „Kultur pur“ lohnte sich der lange Trip allemal!

In den Verlagsräumen des Tagesspiegels in Berlin-Friedrichstadt konnten wir an spannenden Vorträgen aus der Schnittstelle von Wirtschaft und Kultur teilnehmen und mitdiskutieren. Auch wurde im Rahmen des Kongresses wurde der Kulturmarken-Award 2010 in den Kategorien „Kulturmarke“, „Trendmarke“, „Stadtmarke“ „Kulturmanager“ und „Kulturinvestor“ des Jahres 2010 an spannende  Projekte und Personen aus verschiedenen Bereichen verliehen – vom Märchenland bis zur HipHop Academy.

Kulturmanagement, -marketing und –investment wurden von den unterschiedlichsten Seiten beleuchtet: einen Schwerpunkt bildeten hier Themen wie Kulturtourismus, neue Medien und die wirtschaftlichen Gesichtspunkte wie z.B. der „return-on-kultur-investment“, die für Kulturorganisationen und Wirtschaftsunternehmen gleichermaßen interessant sind; vor allem, wenn sie eine Kooperation eingehen wollen.

Besonders begeistert haben mich die vielfältigen Möglichkeiten „innovativer Kulturkommunikation“, die nicht nur z.B. die von vielen als langweilig wahrgenommene „Hochkultur“ emotionalisieren, sondern auch im alltäglichen Plakatwust auffallen und bei geringeren Marketingbudgets eingesetzt werden können (ein kleines Beispiel für Interessierte: www.symphonyinred.de – ein Clip, mit dem das Konzerthaus Dortmund für die Spielzeit 07/08 warb).

Immer wieder wurde deutlich, dass die deutschen Kultureinrichtungen noch mehr tun können in den Bereichen Fundraising, Marketing und Medien, um so dem demographischen Wandel zu begegnen und einem älteren, bunteren und kleineren Publikum Kultur nahezubringen. Hierfür sind der Blick auf die verschiedenen Stakeholder und eine gute Vernetzung innerhalb von Kultur und Wirtschaft unerlässlich. Auch wenn der Kongress viele „Baustellen“ in der Kultur aufzeigte, spürte man doch den einzigartigen Enthusiasmus, den alle Teilnehmer der Kultur entgegenbrachten und der in neuen Ideen und Anregungen mündete.

Auch wir konnten eine besondere Erfahrung mitnehmen, neben den vielen interessanten Informationen: Durch das praxisorientierte Kulturmanagement-Studium an der HIB konnten wir den Diskussionen, die Fachwissen voraussetzten, problemlos folgen und fühlten uns immer up-to-date – wir haben nicht nur Verständnis für das Funktionieren des Kultursektors entwickelt, sondern fühlen uns auch gut auf den Arbeitsmarkt vorbereitet.

Von unserem Redaktionsmitglied Felicitas Cremer

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