„Mit Intelligenz, Kreativität, Mut und Selbstvertrauen und natürlich mit viel Leidenschaft kann man alles erreichen“

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Kathrinschuch Sw in Mit Intelligenz, Kreativität, Mut und Selbstvertrauen und natürlich mit viel Leidenschaft kann man alles erreichen Kathrin Schuch studierte von 2004 bis 2006 Marketing an der Heidelberg International Business Academy. Annette Höhne sprach mit ihr über die Studienwahl, das Studium an der HIB und ihre heutige Tätigkeit.

Bitte schildern Sie kurz Ihren Weg vom Abitur bis heute (Motivation an die HIB zu gehen, Lieblingsfächer an der HIB, Praktika, Marketing in England, Einstieg bei Südleasing, Schmuck).

Abi 2004 und danach? Aufgrund der unendlichen Studienmöglichkeiten wusste ich zunächst nicht, was ich studieren könnte, ich wusste nur, dass es kreativ sein sollte. Außerdem hatte ich einen Hang zu schönen Produkten und interessierte mich besonders wie man diese in Szene setzt. Am ehesten passte da Marketing, was man jedoch wirklich darunter verstand, wusste ich nicht. Also befasste ich mich intensiver damit und kam somit auf die HIB. Alles machte einen sehr persönlichen und individuellen Eindruck, vor allem standen marketingspezifische Themen im Vordergrund. Die Tatsache, nach jedem abgeschlossenen Jahr einen Abschluss in der Tasche zu haben, bestärkte zusätzlich meine Entscheidung. Darüberhinaus gab es die Möglichkeit von Auslandsaufenthalten entweder in Form von Praktika oder einem kompletten Studienjahr. Der Sprachenfokus war mir sehr wichtig. Besonders gerne erinnere ich mich heute an die Fächer Grafikdesign, Werbepsychologie oder Medien BWL. Passend dazu war damals daher auch mein Praktikum in der Grafik- und Marketingabteilung bei Hahn Automobile (ein regionaler Autohändler für VW und Audi). Zunehmend wuchs die Begeisterung für einfallsreiche Marketingkonzepte schöner Produkte.

Im Rahmen des Studiums führte mich mein Weg weiter nach England, Middlesbrough, um das Studium mit dem Bachelor in International Marketing abzuschließen. Dort lernte ich nochmals eine ganz andere Marketingsichtweise kennen. Heute bin ich überzeugt, dass die Kombination deutsch-englisches Studium ein wesentlicher Vorteil gegenüber anderen Studierenden ist. Obwohl ich im Anschluss eigentlich meinen Master machen wollte, überzeugte mich die Stelle bei SüdLeasing GmbH im Bereich Event- und Messemanagement so sehr, dass ich meine Pläne kurzerhand änderte und zurück nach Stuttgart ging. So spannend der neue Job war, so stressig war er zugleich. Ein Ausgleich musste her. Außerdem hatte ich schon immer den Traum, eines Tages ein eigenes, kleines Geschäft mit schönen Produkten zu haben, die ich alle am Liebsten selbst behalten würde. Und so verbrachte ich meine Freizeit zunehmend in Kreativmärkten oder auf Schmuckmessen, inspiriert durch eine Schmuckdesignerin auf einem bretonischen Markt. Inzwischen lerne ich nebenher bei einer Goldschmiedin und habe meine Arbeitszeit bei meinem derzeitigen Arbeitgeber auf 60 Prozent reduziert.

Was verbindet Sie heute noch mit der HIB? Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Studienzeit in Heidelberg?

Rückblickend bin ich sehr froh, dass das Studium an der HIB so vielseitig war. So kann ich inzwischen meine eigene Website entwerfen, mein eigenes Logo designen, die Produkte entsprechend herstellen und verkaufen (u.a. durch erlernte Preisgestaltung, Vertriebswege oder Softskills) aber auch meine Steuererklärung selbst ausfüllen. 

Welche Rolle spielt Schmuck in Ihrem täglichen Leben? Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Schmuck zu entwerfen und letztendlich auch zu verkaufen?

Die Beschäftigung mit Schmuck ist für mich inzwischen eine Art Selbstverwirklichung, aber auch ein Motivator Unbekanntes einfach auszuprobieren. Die Idee kam Mitte 2009, als ich auf der Suche nach einem silbernen Gravurplättchen war. Sowohl in Juweliergeschäften, als auch im Internet war ich nur bedingt fündig. Daraufhin ging ich zu einer Goldschmiedin und ließ mir einen Anhänger nach meinen Vorstellungen anfertigen. Das Ergebnis war richtig schön, aber auch unheimlich teuer. Ich war mir aber sicher, dass so etwas mehreren Menschen gefallen könnte, vor allem wenn es preiswerter wäre. Kurz darauf fuhr ich nach Frankreich in den Urlaub. Auf einem Markt sah ich durch Zufall eine Frau, die genau solche Anhänger verkaufte. Ich kaufte ein Plättchen, testete die Qualität und ergänzte es durch andere Materialien. Allmählich sprachen mich Freunde und Bekannte an, wo es denn die Schmuckstücke zu kaufen gibt. So hat alles begonnen.

Würden Sie sagen, dass dieser Weg für Sie vorherbestimmt war?
 Auch wenn mir das Lernen während des Studiums manchmal zu viel war, bin ich heute dankbar, dass ich in dieser Zeit so gewissenhaft war. Die Ausbildung und alle gesammelten Erfahrungen waren nötig, um meinen eigenen Weg zu gehen, bzw. um herauszufinden, wo genau meine Interessen liegen.

Wann kommen Ihnen die besten Ideen?
Die besten Ideen kommen im Urlaub, in entspannter und neuer Umgebung, u.a.  durch die Inspiration neuer Farben und Formen anderer Länder.  Aber auch beim Durchblättern von Modezeitschriften oder beim Bummeln durch Boutiquen. Manchmal aber auch einfach auf der Straße oder im Supermarkt an der Kasse.

Warum haben Sie sich für die Variante „Direktvertrieb“ entschieden?

Die meisten Produkte sind zusätzlich in anderen Farben, Formen und Längen erhältlich. Durch Ausprobieren am Kunden wird gemeinsam das passende Lieblingsstück entwickelt. So erhält der Kunde seine persönliche Maßanfertigung zu fairen Preisen. Meistens entstehen so auch individuelle Einzelstücke, die gleichzeitig Inspiration für meine neue Kollektion sind. Nebenbei komme ich mit den Kunden ins Gespräch und kann so meine Produkte auf aktuelle Kundenbedürfnisse ausrichten. Das ist mir sehr wichtig. Dennoch ist ab Winter 2010 auch der Verkauf über Boutiquen geplant, um die Zielgruppe zu erweitern.

Schmuckdesigner gibt es viele, auch im Direktvertrieb. Was unterscheidet Maija-Design von allen anderen?
Majja-logo in Mit Intelligenz, Kreativität, Mut und Selbstvertrauen und natürlich mit viel Leidenschaft kann man alles erreichen Der USP von Maija Design ist die Kombination aus hochwertigen Materialien, unendlichen und individuellen Variationsmöglichkeiten, sowie gleichzeitig limitierten Produkten zu fairen Preisen. Obwohl die Produktpalette vielfältig ist, tragen alle Produkte die gleiche Handschrift. Jeder kann sein individuelles Lieblingsstück finden oder selbst kreieren, passend zum individuellen Outfit. Die persönliche und individuelle Beratung der Kunden spielt hierbei eine zentrale Rolle!

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Für die Zukunft wünsche ich mir viele neue Ideen, ein gutes Händchen für Schönes, zufriedene Kunden, zunehmende Bekanntheit und jeden Tag viel Spaß an der Arbeit.

Was möchten Sie gerne den heutigen HIB-Studierenden mit auf den Weg geben?
Mit ein bisschen Intelligenz und Kreativität, mit ein bisschen  Offenheit für Neues und entsprechender Menschenkenntnis, mit ein bisschen Verstand aber auch ein bisschen Mut und Selbstvertrauen und natürlich mit viel Leidenschaft für das was man tut oder tun möchte, kann man alles erreichen.

Das Interview führte Annette Höhne

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