Die HIB-Absolventin Eva-Maria Hunger über den Weg zu ihrem Traumjob…

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Evamariahunger in Die HIB-Absolventin Eva-Maria Hunger über den Weg zu ihrem Traumjob...Welchen Studiengang haben Sie an der HIB abgeschlossen?
Ich habe 2008 an der HIB mit dem Bachelor in International Business Administration with Marketing and Media Management abgeschlossen.

Was war der Grund für Ihre Entscheidung an der HIB zu studieren?
Da ich generell ein Mensch bin, der sehr schnell, effizient und konkret eine Entscheidung über meinen Nutzen oder Nichtnutzen einer Sache erkennt, habe ich sehr bald erkannt, dass mich das klassische Hochschulsystem zu einem Theoretiker und weniger zu einem Macher ausbilden würde. Da ich darin weder einen Nutzen, noch einen Vorteil für mich erkannte, war klar, dass ich einen Weg gehen musste, der eben von nur wenigen gegangen wird. Dies jedoch ist oft ein Indiz dafür, dass es der richtige Weg ist. So bin ich nach einigen Recherchen recht schnell auf die HIB gestoßen. Hier erkannte ich meinen persönlichen Vorteil, traf eine Entscheidung und würde sie auch immer wieder genauso treffen.

Wo haben Sie während des Studiums Ihr Pflichtpraktikum durchgeführt und warum?
Mein Pflichtpraktikum habe ich auf Long Island, New York bei der Firma PartMiner Inc. absolviert. Grund dafür war, dass ich bereits vor meinem Studium ein Jahr dort gelebt hatte und so auch die ein oder andere hilfreiche Beziehung aufbauen konnte. Zuständig für die Organisation von Messevorbereitungen, Marketingaktivitäten und generelle administrative Belange, bekam ich einen recht umfangreichen Einblick in die Welt eines ‚Electronic Component Brokers‘.

Heute arbeiten Sie als Leitende Repräsentantin für die ERGO Unternehmensgruppe. Wie war der Weg hin zu dem, was sie heute als Ihren Traumjob beschreiben? Wußten Sie schon im Studium, dass es diese Sparte werden wird?
Zunächst einmal möchte ich den Begriff Traumjob für mich etwas erläutern. Ein Traumjob wäre für mich zunächst mal etwas, was ich nie ausüben könnte, da Träume ungreifbare, nicht erfüllbare Gedanken sind. Jedoch hab ich einst gelesen,‘Aus Träumen werden Wünsche, aus Wünschen werden Ziele und Ziele sind erreichbar‘. Deshalb sollte man sich darüber bewusst werden, welche Ziele denn eigentlich hinter meinem vermeintlichen Traumjob stehen um wirklich festzustellen, was mich denn dazu bewegt, dies oder jenes zu meinem Traumjob zu erwählen. In diesem Zusammenhang finde ich die Idee Beruf von Berufung abzuleiten auch sehr passend. Dazu ist es wichtig sich Gedanken zu machen bezüglich: was kann ich gut? Wo habe ich in der Vergangenheit schon Erfolge erzielt, was macht mir Spaß? Wichtig ist es, dass man sich branchenun-abhängig diese Fragen beantwortet. Bei mir fiel dieses „in sich kehren“ ungefähr so aus: Also Eva, du kannst weder außergewöhnlich gut tanzen, singen oder schauspielern. Damit wirst du die Karriereleiter also nicht erklimmen. Am Liebsten begeisterst du Menschen, redest gerne, liebst es, Präsentationen zu halten und hast Spaß daran, die volle Verantwortung für dein Handeln zu übernehmen. Des Weiteren hasst du es, Befehle zu empfangen. Außerdem liebst du es zu reisen und unabhängig zu sein. Auch wenn man in Deutschland lieber hinter vorgehaltener Hand darüber spricht, war und ist es mir wichtig, die Möglichkeit zu haben, viel Geld zu verdienen, so viel wie ich will. Dass ich all diese Komponenten bei einem Versicherungsunternehmen finden würde war mir völlig unbewusst. Hätte mir während meines Studiums jemand gesagt, dass ich je einmal für ein Versicherungsunternehmen tätig sein werde, hätte ich ihn wohlmöglich ausgelacht. Aber hier greift ein schönes Sprichwort: ‚Das Gehirn funktioniert wie ein Fallschirm, nur wenn es offen ist‘. Ich war offen.

Nachdem ich mein Studium an der HIB beendete, begann ich ein 6-monatiges Praktikum im Bereich Marketing und PR einer internationalen Kreuzfahrtreederei in Wiesbaden, was schnell in eine Traineestelle mit Auslandsaufenthalten umgewandelt wurde. Schnell merkte ich jedoch, dass meine Eigenmotivation und Engagement Großes zu bewegen nicht den Vorstellungen meiner Vorgesetzten waren, weshalb ich trotz einer Zusage zu einer Festanstellung meinem Freiheitsdrang nachging und mich nach acht Monaten von dieser Firma verabschiedete.

Hunger in Die HIB-Absolventin Eva-Maria Hunger über den Weg zu ihrem Traumjob...Welche Kompetenzen (fachlich, sozial, methodisch, etc.) muss jemand mitbringen, um in Ihrer Branche erfolgreich zu sein?
Zuerst einmal muss er oder sie überhaupt einmal bereit sein, sich von veralteten Klischees des Hören und Sagens zu verabschieden. Das heißt offen für Neues, Aufregendes und Spannendes in einer der wirtschaftlichsten Branchen überhaupt zu sein. Des Weiteren bin ich nicht, wie so oft vermutet, wenn nur der Name eines Versicherungsunternehmens fällt, im klassischen Versicherungsgeschäft tätig, sondern im Vertrieb einer Versicherung. Wer sich einmal intensiv mit der Materie unseres Vertriebs auseinandersetzt, wird feststellen, dass hier die Einkommensgrenze nach oben schier grenzenlos ist. Meine Tätigkeit ist eine Art Lifestyle, ein Lebensgefühl, kein Job. Wer schon in der Vergangenheit gerne mit Zielen, klaren Einkommensvorstellungen, Ehrgeiz, Mut und vor Allem einer guten Portion Unternehmertum agiert hat, wird den Vertrieb bei uns, der ERGO lieben.
Fachlich sind besonders Themengebiete wie Verkaufspsychologie, Mitarbeiterführung, Motivationstheorien und Selbstvermarktung unabdingbar.

Was waren Ihre Lieblingsveranstaltungen an der HIB und welche Themen vom Studium sind Ihnen im Tagesgeschäft wieder begegnet?
Meine Lieblingsveranstaltungen waren grundsätzlich immer die, in denen es um praktische Themen wie Selbstreflexion, das Ausbauen von Präsentations-Skills und ähnliches ging. Diese Schwerpunkte sind in jedem Bereich der Wirtschaft und gerade in meiner Tätigkeit unabdingbar. Des Weiteren haben mir Themengebiete, die mir ein großes und breitgefächertes Wissen an wirtschaftlichen Zusammenhängen ermöglichten, im alltäglichen Business Small Talk mit Menschen unterschiedlichster Bildungsgrade ungemein geholfen.

Worauf sind Sie in Ihrer beruflichen Entwicklung besonders stolz?
Besonders stolz bin im zuerst einmal darauf, dass ich die Chance in unserem Vertrieb, es bis ganz oben hin schaffen zu können, genutzt habe. Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
Des Weiteren habe ich bereits nach sechs Monaten einen großen Karrieresprung hingelegt, was mir ein monatliches Einkommen von mehreren Tausend EUR ermöglicht hat. Ein besonderes Ereignis, welches mir noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird, war für mich unsere Jahresauftakttagung 2010. Hierbei hat mich das Vertrauen, welches ich von der ERGO entgegengebracht bekommen habe, eine kleine Rede vor rund 3000 Mitarbeitern im EstrelConvention Center, das Größte seiner Art in Europa, zu halten umgehauen. Nerven aus Draht und eine gute Portion Selbstvertrauen waren unablässig.

In meiner täglichen Arbeit bin ich besonders engagiert im Bereich Führung und Ausbildung von mehreren motivierten Vertriebspartnern. Langeweile ist hier ein Fremdwort. Ausbildungsseminare an verschiedensten Flecken der Erde, wie zum Beispiel auf Mallorca, in Hamburg oder Marbella sind motivierend und beflügeln mich immer wieder, mein Bestes zu geben und mein neu erworbenes Wissen direkt weiterzugeben. Teilnahme an Incentivereisen nach Mallorca in das Beste Hotel vor Ort (St. Regis, Mardavalle), eine Berlinreise ins extra für uns geschlossene KDW mit einem Gutschein über 1000 EUR oder mein absolutes Highlight eine Südafrikareise zum WM Vorrundenspiel D-AUS lassen jeden Tag zu einem ganz besonderen werden und sind höchst förderlich zur beruflichen Weiterentwicklung.

Wie gewichten Sie Ihre theoretischen und praktischen Erfahrungen aus dem Studium der HIB? Gab es etwas, was Ihnen besonders weitergeholfen hat oder in Erinnerung geblieben ist?
Grundsätzlich kann ich rückblickend sagen, dass jede Erfahrung, die ich an der HIB gesammelt habe, theoretisch und praktisch, Gold wert ist. Im theoretischen Bereich empfand ich das Schreiben meiner Bachelor Dissertation, so wie alle Assignments, eine wahre Herausforderung. Ein Thema so aufzuarbeiten, dass es in sich schlüssig und durch eigene Argumentationsketten in sich stimmig und sinnig wird, hilft ungemein, komplexe Themen und Zusammenhänge zu analysieren und unterstützt beim Bilden eigener Meinungen und Standpunkte.
Wie bereits oben erwähnt waren praktische Erfahrungen wie das Pflichtpraktikum, etliche Firmenpräsentationen und Seminare ein guter Wegweiser bezüglich persönlicher und geschäftlicher Präferenzen.

Was planen Sie als nächstes?
Als nächstes plane ich, meine nächste Karriereposition in Angriff zu nehmen, um diese dann bis Juni und allerspätestens Dezember 2011 erreicht zu haben. Verbunden damit, werde ich mit einer edlen, eigens für die ERGO designten Rolex Uhr ausgezeichnet. Da Accessoires, wie Uhr, Businessmappe, und Kugelschreiber im Geschäftsleben enorm wichtig sind, freue ich mich jetzt schon diese Auszeichnung entgegenzunehmen. Des Weiteren bin ich stetig auf der Suche nach engagierten, mutigen und überdurchschnittlich zielorientierten Typen m/w, die mein bereits bestehendes Vertriebsteam bereichern können. Selbst sehe ich mich auch für die Zukunft gerne als Talentscout.

Was möchten Sie gerne den heutigen HIB-Studierenden mit auf den Weg geben?
Die Welt ist voller Chancen und Möglichkeiten. Erfolgreiche Menschen sehen Chancen, erkennen sie und nutzen sie zu ihren Gunsten. Erfolglose Menschen werden sich ihr Leben lang darüber beschweren, nie eine Chance bekommen zu haben. Was ich damit meine ist: Für Erfolg gibt es keinen Masterplan, außer – Chancen erkennen, mögen sie zu Beginn noch so befremdlich wirken; sich engagieren, Ziele verfolgen und einfach nie aufgeben, an sich und seinen Zielen zu arbeiten.

„Gehe nicht wohin der Weg dich führen mag, sondern dorthin wo kein Weg ist und hinterlasse eine Spur“.

Das Interview führte Annette Höhne.

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