Interview mit der Eventmanagerin Laura Luft, HIB-Absolventin 2007

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Laura-luft in Interview mit der Eventmanagerin Laura Luft, HIB-Absolventin 2007Annette Höhne führte ein Interview mit Laura Luft, Absolventin des Jahrgangs 2007, zu ihrem Jobeinstieg. Laura Luft arbeitet inzwischen im Eventmanagement bei einer internationalen Kapitalanlagegesellschaft.

Welches Programm haben Sie an der HIB abgeschlossen?
Ich habe den Bachelor Studiengang im Bereich Congress & Event Management abgeschlossen.

Wo hatten Sie Ihr Pflichtpraktikum durchgeführt?
Mein Pflichtpraktikum habe ich beim Congress Center Messe Frankfurt durchgeführt. Dort war ich vor allem im Bereich Marketing und Sales tätig, für die Kundendatenbankpflege verantwortlich und wurde unterstützend bei Events vor Ort eingesetzt.

Hatten Sie konkrete Vorstellungen von Ihrem Traumjob? War für Sie sofort klar, nach der Ausbildung direkt in den Beruf einzusteigen?
Zunächst hatte ich mir überlegt, ob ein anschließendes Masterstudium nicht ratsam wäre. Doch ich wollte auch so schnell wie möglich Berufserfahrung sammeln. Ich denke, es zahlt sich am Schluss doch aus, direkt in den Beruf einzusteigen, denn gerade im Bereich Eventmanagement zählen Erfahrung und die nötigen praktischen Berufsjahre, um eine passende Karriere anzustreben. 

Sind Sie nach dem Abschluss direkt in den Beruf eingestiegen? Wenn ja, wie?
Ich hatte mich auf konkrete Stellenausschreibungen beworben, erhielt aber eine schnelle Zusage für ein 6-monatiges Praktikum. Somit war ein nahtloser Übergang vom Studium in das Berufsleben möglich. Ich konnte schnell die nötigen Kontakte knüpfen und bekam noch während meiner Praktikumszeit eine interne Stelle angeboten.

Was waren Ihre Lieblingsveranstaltungen an der HIB und welche Themen vom Studium begegnen Ihnen heute in der beruflichen Praxis wieder?
Ich fand die Gruppenprojekte, wie z. B. für Fraport und die Stadtverwaltung Ettlingen sehr interessant, da man hier an einem echten Projekt arbeiten und somit erste berufsnahe Erfahrungen sammeln konnte. Es begegnen einem im Berufsleben immer wieder neue spannende Themen und Aufgaben und das theoretische Wissen bietet hierzu eine gute Grundlage. 

Wie gewichten Sie theoretische Erfahrungen aus dem Studium und praktische, z. B. aus Praktika, für eine erfolgreiche Bewerbung? Welche Erkenntnisse haben Sie bei Ihren Bewerbungsverfahren gewonnen?
Theorie ist die eine Sache, Praxis die andere. Ich konnte mir durch verschiedene Praktika einen guten Überblick über die angestrebten Berufswege machen und so auch schneller aussortieren, was mir am ehesten lag oder nicht. Für das Berufsleben spielt die Theorie eine wichtige Rolle. Gerade soft skills und weitere Fähigkeiten werden immer stärker nachgefragt. Somit müssen sich die aus dem Studium erworbenen Kenntnisse und die eigenen Fähigkeiten und Motivationen für den Job zusammenfügen. Man sollte kein „Fachidiot“ sein, sondern sich flexibel auf neue Gegebenheiten einstellen können. Zudem lernt man nie aus und mit jedem Projekt gewinnt man an Erfahrung.

Welche persönlichen Voraussetzungen sollte man Ihrer Meinung nach mitbringen, um gut in die Eventbranche einzusteigen?
Wichtig ist, neben den fachlichen Kenntnissen, das Verständnis für das „große Ganze“. Ein Event sollte zwar im Detail aber auch aus der Unternehmensperspektive betrachtet werden. Es ist ein hohes Kundenverständnis nötig, damit man auf deren Bedürfnisse und Anforderungen eingehen kann. Je flexibler man selbst ist, desto eher kann man sich auf die unterschiedlichsten Kundenwünsche einstellen und somit ein besseres Event abliefern. Die Erfahrung spielt aber auch eine große Rolle. Man wird teilweise vor Herausforderungen gestellt, die man in der Theorie nicht erlernen kann, da bei jedem Event die Gegebenheiten anders sind und somit auch die Anforderungen. Schablonendenken ist nicht gefragt. Kreativität bei der Konzeptentwicklung liefert somit optimale und erfolgreiche Events.

Was möchten Sie gerne den heutigen HIB-Studierenden mit auf den Weg geben?
Man sollte hohe Anforderungen an sich selbst stellen, um somit das Optimum für die Firma, die Kunden etc. zu geben. Das Betrachten eines Events, aus der „Vogelperspektive“, in diesem Falle aus Sicht des Kunden, führt immer zu neuen Erkenntnissen und man wird nicht dazu verleitet, mit der Leistung „nur zufrieden“ zu sein, sondern hat das Bestreben sich stets zu verbessern. Ich fand die Wahl des Bachelor Studienganges für meinen Beruf sehr passend, denn man bekommt fundiertes theoretisches Grundlagenwissen vermittelt und kann dann schnell in den Beruf einsteigen. Der Master bietet zudem noch die  Möglichkeit zu einem Karrieresprung. Aber je früher man im Berufsleben Fuß fassen kann, desto besser 😉

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