HIM-Absolvent Christian Seifermann berichtet von seinem Masterprogramm und dem Studienaufenthalt in Boston

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HIM-Absolvent Christian Seifermann an der Northeastern University. Bild: Christian Seifermann.

Heidelberg/Boston November 2015. Christian Seifermann, HIM-Absolvent in International Business Management 2014, berichtet von seinem Studienaufenthalt im Rahmen seines Master-Programms in Boston:

„Nach meinem Bachelor-Abschluss an der HIM habe ich beschlossen, mich bezüglich Masterprogrammen zu erkundigen und bin letztendlich beim Master in Management Programm der IPBS gelandet. Das Programm beinhaltet zwei Studienblöcke an verschiedenen Partneruniversitäten, einen praktischen Teil und die Thesis. Da ich meinen Abschluss gerne an der ESB erhalten möchte, habe ich mich entschieden den zweiten Studienblock in Reutlingen zu absolvieren. Für das erste Semester habe ich mir die Northeastern University in Boston ausgesucht.

Das Leben hier in Boston ist wirklich sehr interessant. Die Stadt bietet unglaublich viel und ist dennoch nicht ganz so wie man sich eine Großstadt vorstellt. Wenn ich Boston mit einer europäischen Stadt vergleichen sollte, würde ich behaupten, dass es Edinburgh sehr ähnlich ist. Zumindest vom Stil her und natürlich abgesehen von den kulturellen Unterschieden.

So ein Campus in Amerika ist schon etwas anderes als in Deutschland. Alles ist viel größer und die Studenten haben ein ganz anderes Bewusstsein im Hinblick auf ihre Hochschule. Hier ist jeder stolz an der Uni zu sein und trägt das nach Außen auch gerne weiter.

Das Programm und die Module sind interessant und vertiefen teilweise im Bachelor schon angeschnittenen Themenpunkte mehr im Detail. Da ich das Programm allerdings mit einem Master of Science abschließen werde, ist der statistische und mathematische Anteil deutlich höher als an der HIM. Vor allem in Statistik muss ich mich schwer ranhalten, denn hier habe ich durch mein Auslandssemester in Leeds keinerlei Vorkenntnisse.

Obwohl mir berichtet wurde, dass das Programm sehr intensiv sein soll, hätte ich es mir dennoch nicht ganz so extrem vorgestellt. Bisher muss ich sagen, dass der Master schon noch mal eine ganz andere Hausnummer ist als der Bachelor. Die größte Herausforderung hier ist das Zeitmanagement. Die „Overall Workload“ ist immens und man muss in jedem Modul mehrere “Individual“ als auch „Group Assignments“ abgeben. Leider habe ich ein wenig den Eindruck, dass dadurch die akademische Qualität der Arbeiten bzw. auch die Anforderungen diesbezüglich, geringer sind. So kommen pro Woche ca. zwei bis drei fällige Assignments und Examen zustande. Gerade deshalb muss man wirklich schauen, dass man seine Zeit gut einteilt und versucht die Gruppentreffen so effektiv wie möglich zu gestalten.

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Master-Programm in Boston. Bild: Christian Seifermann.

Ein normaler Tag sieht für mich deswegen so aus: 9:00 Uhr Bibliothek, zwischendurch Vorlesungen (fünf pro Woche à zwei Stunden) und wieder Bibliothek bis abends ca. 23:00 Uhr, sechs bis sieben Tage die Woche. Einen völlig freien Tag, an dem man mal nichts für die Uni macht, kann man sich kaum erlauben, vor allem weil der Druck noch gestiegen ist, seit die Programmkoordinatorin letzte Woche zu Besuch war und verlauten ließ, dass wir im Durchschnitt wohl mindestens ein B (umgerechnet 2,0) brauchen um an der ESB weiterzumachen.

Was man allerdings deutlich merkt, dass hier niemand mehr dabei ist, der nicht von seiner Studienwahl überzeugt ist. Im Bachelor hatte ich das Gefühl, dass der ein oder andere Student nicht so ganz das gewählt hatte, was er wollte, es aber dennoch irgendwie versucht hat, abzuschließen. Dementsprechend sind Motivation und Ehrgeiz hier ziemlich hoch. In Bezug auf erlangtes Vorwissen, würde ich sagen, dass ich mich verglichen mit meinen Kommilitonen, soweit ich das bisher abschätzen kann, sprachlich im oberen Drittel befinde, fachlich, je nach Modul, im Mittelfeld. Ich bin mal gespannt wie sich das entwickeln wird wenn es dann zum zweiten Studienblock an der ESB geht.“

Weitere Bilder von Christian Seifermanns Studienaufenthalt in Boston findet Ihr hier:  Facebookseite der HIM.

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