Lernen durch Medien – Lernen für Medien

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Heidelberg, 18. Juli 2016. „Lernen durch Medien – Lernen für Medien“ – für mich einer der Kernsätze beim „Tag der digitalen Lehre“, zu dem uns unsere Partnerhochschule Fresenius am 01. Juli 20106 auf den Campus Köln einlud.

Denn auch digitale Formen der Wissensvermittlung setzen Medienkompetenz voraus, die bei Studierenden und Lehrenden kontinuierlich weiterentwickelt werden soll. Dies war dann auch eines der Ziele der Veranstaltung  und so  diskutierten Lehrende, Lernende und Experten einen Tag lang über den Weg, den die Hochschullehre aus der Präsenzveranstaltung ins E-Learning gehen kann. Experten unterscheiden hier zwischen dem sogenanntem Blended Learning – also klassische Präsenzlehre, die mit digitalen Inhalten angereichert wird bzw. bei der digitale Inhalte integriert werden  – und dem online basierten  Fernlernen, an der Hochschule Fresenius das Programm onlineplus.

Für das erste Szenario – also das Blended Learning – stellt die HIM die Lernplattform Moodle bereit. Über verschiedene online Bausteine haben Lehrende an der HIM die Möglichkeit, ihre Präsenzveranstaltungen anzureichern bzw. digitale Inhalte zu integrieren. Im Workshop „Coole Kursdesigns“ stellte Kim Herms, Medienpädagogin aus dem Fachbereich onlineplus, dann auch ein einfaches Modell vor, wie verschiedene online Bausteine für unterschiedliche Funktionen sinnvoll ausgewählt und die Studierenden zunehmend aktiv werden.

Digitales-Lernen in Lernen durch Medien - Lernen für Medien
Abbildung „Kursdesign Blended Learning“.

Während Lehrmaterial einfach zum Download bereit gestellt wird (Organisationsfunktion) werden in Kursraum-Wikis beispielsweise Informationen zu einem Thema von den Studierenden gesammelt (Informationsfunktion) , und dann in begleitenden Foren diskutiert (Austauschfunktion) Die Aktivität der Studierenden steigt, Studierenden übernehmen Verantwortung und sind stärker involviert.  Ein solches Wiki haben wir dieses Semester im Praxismodul „Meeting and Trade Fair Management“  mit mit der Firma BOSCH angelegt. Die Studierenden legten sämtliche generierten Inhalte, Protokolle, Präsentationen und Fotoprotokolle von Gruppendiskussionen zentral in einem eigenen Wiki ab, so dass die Praxispartner bei BOSCH jederzeit auf alle Inhalte zugreifen konnten und ihrerseits Infos einstellen konnten.

Ausblickend entwarf Keynote Speaker Prof. Dr. Wilbers  das Szenario  der „digitalen Lernfabrik“: Online Plattformen, die angereichert sind mit Inhalten des späteren Arbeitslebens, in denen agile, selbstorganisierte Teams interdisziplinär an der Lösung von Fragestellungen arbeiten. Aber auch der Einsatz von Technologien der „Virtuellen Realität“ und der „Augmented Reality“ haben Potenzial, in der digitalen Lehre  der Zukunft eingesetzt zu werden.

Beitrag von Prof. Dr. Susanne Doppler – Professorin für Eventmanagement.

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