Interview mit einer Tourismusmanagement-Absolventin

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Nicole Wiechert mit Laura Steller, Sabine Beck, Aline Kirchgäßner. zg.

Heidelberg, 25.11.16. Am 10. und 11. November 2016 fand die Tagung der Deutschen Gesellschaft für Tourismuswissenschaft e.V. (DGT) an der Hochschule Worms mit dem Thema ‚Hotellerie – Innovationen, Trends und Herausforderungen‘ statt. Nicola Schröter, Dozentin im Fachbereich Tourismusmanagement der HIM, und einige Tourismus-Studenten (Sabine Beck, Aline Kirchgäßner, Laura Steller) nahmen an der Tagung teil. Am 11. November trafen sie die HIM-Absolventin, Nicole Wiechert – die perfekte Gelegenheit für ein kurzes Interview:

Frau Schröter: Im Juli 2015 hast Du Deinen Bachelor-Abschluss im Tourismus an der HIM gemacht, was ist seitdem passiert?

Nicole: Ich bin sozusagen zweigleisig gefahren und habe mich einerseits auf verschiedene Stellen und andererseits auf das Masterprogramm ‚International Tourism Management‘ hier in Worms beworben. Leider kamen bei den Stellen nur Absagen, dafür hat es mit Worms geklappt! Das hätte ich nicht gedacht, da die Studienplätze stark begrenzt sind. Es gibt nur 25 Stück. Jetzt studiere ich in einer kleinen Gruppe von 14 Leuten, bin bereits in meinem dritten Mastersemester und nächstes Jahr ist alles schon wieder vorbei. Heute bin ich hier, da ich die studentische Hilfskraft für die DGT-Tagung bin.

Laura: Warum hast Du Dich für ein Master-Studium entschieden?

Nicole: Es war zunächst keine bewusste Entscheidung, mehr dass es einfach geklappt hat. Dann habe ich gedacht, eine höhere fachliche Qualifikation zu haben, kann nicht schaden. Meine Eltern haben mich auch unterstützt und gesagt „nimm mit, was Du kannst“. Und jetzt mache ich mein Masterstudium und habe es wirklich keine Minute bereut. Die Lehre ist wie an der HIM toll, aber anders.

Aline: Wie hat das Studium an der HIM Dich für Dein Masterprogramm vorbereitet? Welche damals erworbenen Fähigkeiten kannst Du heute gut anwenden und wie?

Nicole: Was wirklich super an der HIM ist, sind die vielen Präsentationen, die Ihr halten müsst – auch wenn manche es nicht so sehr mögen. Das ist ein Soft Skill, das Ihr überall braucht.
An der HIM hatte ich VWL und alles, was er uns beigebracht hat, bei Herrn Baldock auf Englisch. Alle diese Inhalte hatte ich im Masterprogramm in Worms auch… nur jetzt auf Deutsch. Das hat mich sehr überrascht.
Hilfreich ist auch die strukturierte Arbeitsweise, die man an der HIM durch diese wunderschönen Assessment Briefs mitkriegt. Glaubt mir, das ist das Beste. Lest sie Euch durch und dann wisst Ihr genau, was Ihr zu machen habt. Das ist so hilfreich und gibt’s nicht überall. Es hilft einem auch sich selbst zu organisieren.
Und natürlich nutze ich das Gelernte aus den Tourismus-Kursen (u.a. von Frau Schröter) und baue darauf auf. Ich mache ein konsekutives Masterprogramm. Das heißt, es baut auf‘s Bachelorprogramm auf und Fächer wie Controlling und Finanzmathe habe ich auch hier gehabt und das hat dann super funktioniert. Und das, was ich noch nicht hatte, habe ich als Vertiefung hier gemacht.

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Nicola Schröter mit Nicole Wiechert. zg.

Frau Schröter: Wir treffen uns heute im Rahmen der DGT-Tagung an der FH Worms. Du hast bei der Organisation dieser Veranstaltung mitgewirkt. Wie kam es dazu? Welche Aufgaben hattest Du?

Nicole: Wie kam es dazu? Tja, ich hatte Destinationsmanagement als Vertiefung im 1. Semester und dann hat mein Professor gemeint, nächstes Jahr findet die DGT-Tagung statt, wir brauchen eine studentische Hilfskraft, wer hat Lust? Dann habe ich meine Bewerbung einfach hingeschickt und eine Woche später war ich dabei.

Was habe ich gemacht? Ich habe viel Administratives gemacht, z.B. den Email-Account verwaltet, mit dem Ihr Euch angemeldet habt. Ich habe die Website gepflegt, d.h. das Grundgerüst, um die ganzen Daten erweitert, was cool war, da ich mit Typo3 gearbeitet und somit eine neue Fähigkeit erworben habe. Zudem habe ich alle Rechnungen ausgestellt.

Bei der tatsächlichen Ausführung der Tagung war ich für den ganzen Registrierungsprozess zuständig. Die Ausweise, die Ihr tragt, habe ich z.B. alle hergestellt und mit einem Punktesystem kategorisiert.

Zurzeit stehe ich den Gästen mit Rat und Tat zur Seite, kümmere mich um die Garderobe, fülle das Büfett auf und bei der Abendveranstaltung bin ich auch dabei. Also das Rundum-Paket: ein bisschen Event, ein bisschen Organisation, ein bisschen Finanzen. Simple-smile in Interview mit einer Tourismusmanagement-Absolventin

Frau Schröter: Welche Herausforderungen gibt es bei der Organisation und Durchführung solcher Tagungen?

Nicole: Ihr müsst wissen, dass es im Öffentlichen Dienst ganz genaue Vorschriften gibt, wenn es um‘s Budget geht. Für alles ab 500 Euro muss man drei Angebote einholen und miteinander vergleichen. Idealerweise nimmt man das Günstigste, wenn man es nicht nehmen möchte, muss man das genau begründen. Dann muss man jede Person anschreiben, die an derTagung teilnimmt und natürlich auch diejenigen, die vortragen, um ihre Themen einzusammeln. Bei einigen Gästen galt es auch Sprachbarrieren zu überwinden. Zudem sind Tagungsteilnehmer sehr unterschiedlich und man muss auf diese verschiedenen Eigenschaften eingehen.

Nach der Veranstaltung habe ich die Aufgabe, alle Vortrags-Unterlagen durchzulesen und zu formatieren. Wie Ihr bestimmt selbst wisst, macht die Formatierung einen Heidenspaß und dauert meistens am längsten! Tipp: betrifft auch die Bachelorarbeit! Simple-smile in Interview mit einer Tourismusmanagement-Absolventin

Sabine: Abschließend, welche Tipps würdest Du uns Studierenden aus Deiner Erfahrung heraus geben?

Nicole: Auf jeden Fall lest die Assessment Briefs! Die sind Eure besten Freunde, vor allem solltet Ihr die Aufgabenstellung genau lesen und den Anweisungen folgen. Generell, alle Veranstaltungen und Soft Skills Seminare, die es gibt – nehmt sie mit! Wenn Ihr es zeitlich schafft, macht auch einen Aushilfsjob. Zeit im Ausland ist zu empfehlen, z.B. im Rahmen eines Praktikums oder eines Auslandssemesters, aber auch einfach so. Alles was Euch weiterbringt – einpacken! Ihr könnt später ein Masterstudium machen oder erst arbeiten – das muss man nicht gleich entscheiden. Wichtig ist, seid Ihr selbst und nehmt alles mit, was Ihr könnt. Und lernt die Basics!

Ich wünsche Euch ganz viel Erfolg für Euer Studium. Ich finde, Ihr habt eine super Entscheidung getroffen mit der HIM und genießt die Zeit mit den netten Dozenten!

Interview mit Nicole Wiechert, HIM-Absolventin, von Nicola Schröter, Lecturer in Business English and Tourism Management, Hochschule für Internationales Management Heidelberg

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