Prof. Dr. Adrienne Steffen presents her research on Second-Hand Consumption at the French-Austrian-German Workshop on Consumer Behavior

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Heidelberg, 12. April 2017. The 5th French-Austrian-German Workshop on Consumer Behavior with the title “Challenges of Culture” took place in at the University of Vienna from March 30th – March 31st, 2017.  The conference was organized by the workshop chairs Abdelmajid Amine, Claas Christian Germelmann, Andrea Gröppel-Klein, Patricia Gurviez, Hans Mühlbacher and Udo Wagner.

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Prof. Dr. Steffen presents her research on Second-Hand Consumption in Vienna.

The number of the workshop participants was kept small to encourage discussion and provide enough networking opportunities. 19 research studies were presented by 45 workshop participants from 9 countries. Each presentation slot was allocated 30 minutes plus 10 minutes of discussion to allow interaction and discussion amongst scholars. The contributions ranged from theoretical developments to findings regarding consumer behavior in a cultural context. The presentations took place on the 12th floor of the faculty of Business, Economics and Statistics, which allowed a superb view of  Vienna.

Prof. Dr. Adrienne Steffen presented the challenges she faced with understanding German second hand-consumption. Her presentation with the title “Towards understanding second-hand culture and consumption” indicated that Germans are not primarily driven to purchase second-hand by economic and ecological consideration. Several motives for second-hand consumption co-exist. Social and nostalgic motives appear to be primary motivators.

Eine Absolventin berichtet: Sawubona – Hallo aus Südafrika!

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Seit Jahren in Südafrika angekommen: Julia Shephard mit ihrem Mann Andrew. zg.

Heidelberg, 05.12.16. Mein Name ist Julia Shepherd, ich bin im schwäbischen Ludwigsburg nahe Stuttgart aufgewachsen und war bereits von Klein auf fasziniert vom Reisen in fremde Länder.

Nachdem ich in Heidelberg 2004 mein Tourismus-Studium abgeschlossen hatte, entschied ich mich, für ein sechsmonatiges Praktikum in Kapstadt in einem Gästehaus – eine Idee, auf die mich damals übrigens Frau Höhne vom Career Service der HIM gebracht hatte. Als ich im August 2004 zum ersten Mal in Kapstadt ankam, war es kalt und regnerisch – der Kapwinter ist wirklich etwas ungemütlich – aber das tat meiner Begeisterung für dieses Land keinen Abbruch. Die Lebensfreude der Südafrikaner, die unglaublich beeindruckende Natur der Kapregion zusammen mit einer Mischung aus europäischem Flair und afrikanischer Kultur – es hat nicht langegedauert und ich war in diese wunderbare Stadt verliebt und wusste gleich, dass sechs Monate hier viel zu kurz sein würden…

Aus den sechs Monaten sind inzwischen zwölf Jahre geworden und ich habe das große Glück gehabt, hier auch meinen Mann Andrew kennenzulernen. Er kommt ursprünglich aus Pietermaritzburg in der Nähe Durbans, ist aber in Kapstadt aufgewachsen.

Als ich damals die Entscheidung getroffen hatte, hier in Kapstadt dauerhaft leben zu wollen, waren die Visabedingungen noch recht locker und innerhalb von zwei Jahren bekam ich meine Daueraufenthaltserlaubnis, mit der ich auch flexibel in Südafrika arbeiten durfte. Die Visabedingungen für Südafrika sind heute übrigens deutlich strenger geworden, aber wie man so schön sagt ‘Wo ein Wille ist….’ Ich habe nach meinem Praktikum dann in verschiedenen Tourismusbereichen gearbeitet, z.B. für das Swiss Airlines Call Centre und das Luxushotel Cape Grace an der Victoria & Alfred Waterfront. Nach einiger Zeit entschied ich mich dann, bei einem Reiseveranstalter anzufangen und das war genau das Richtige für mich. Man hat mit Kunden aus verschiedenen Ländern zu tun, lernt jeden Tag Neues über das Land und die Umgebung, hat die Gelegenheit das Land auch persönlich zu bereisen, perfekt!

Bei hiesigen Reiseveranstaltern habe ich einige Jahre gearbeitet und dort viel Erfahrung beim Zusammenstellen von Einzel- und Gruppenreisen sammeln können. Irgendwann in 2008 hatte das viel zu gute Essen in Kapstadt seine Spuren an unserer Figur hinterlassen, wodurch Andrew und ich uns entschieden haben, es einmal mit dem Laufen zu probieren. Damals waren wir komplett untrainiert und als Motivation wollten wir nach einigen Wochen unseren ersten 8 km-Lauf mitmachen – wir haben es auch tatsächlich ins Ziel geschafft.

Von nun an, wurde das Laufen auch von Mal zu Mal einfacher und wir hatten soviel Spaß, dass wir uns entschieden, einem Laufclub beizutreten. So wurde aus einem 10 km-Lauf ein paar Monate später ein 15 km-Event und irgendwann unser erster Halbmarathon. Heute ist derLaufsport ein fester Bestandteil in unserem Leben und so gut wie jedes Wochenende sind wir irgendwo in der Kapregion unterwegs zum Laufen. Momentan bereiten wir uns auf den Cape Town Marathon vor …

In der Zwischenzeit ist Andrew auch schon den 56 km-Two Oceans Ultra gelaufen und 2015 sogar seinen ersten Comrades Ultramarathon über 89 km.

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Die Idee, das Laufen mit dem Beruflichen zu verbinden, wurde irgendwann zu einem logischen Schritt für uns und ich habe mich 2014 mit unserer Firma Beyond the Finish selbständig gemacht. Wir haben uns auf das Zusammenstellen von Reisen in Südafrika und dem südlichen Afrika spezialisiert, wobei wir sowohl Urlaubsreisen für Nicht- Sportler arrangieren als auch Sportreisen für Besucher, die gerne Ihren Urlaub im südlichen Afrika mit einem Sportevent hier vor Ort kombinieren möchten.

Dabei bin ich die Kontaktperson, die mit den Kunden persönlich deren Vorstellungen bespricht, ich kümmere mich um die Organisation und Buchung aller Reisebestandteile und bin auch als Kontakt vor Ort immer für den Kunden erreichbar, wenn einmal ein Problem auftritt – was jedoch sehr selten passiert. Andrew kümmert sich um die komplette finanzielle Seite unserer Firma.

Vor allem Südafrika ist durch sein angenehmes Klima, gute Infrastruktur und ein riesiges Angebot an Sportevents ideal für Sportler, von Triathlon, Radsport und Mountainbiken, Laufen über Golfen, Surfen oder Paragliding – man hat hier alle Möglichkeiten. Als Firma hat uns die Spezialisierung auf Sportreisen vorallem die Möglichkeit gegeben, uns von der Menge an Konkurrenzfirmen abzusetzen. Wir bieten den Kunden persönliche Betreuung bei ihren Sport-Events von der Anmeldung bis zum Transfer zu den Veranstaltungen in Kombination mit z.B. einer Safari im Krüger Nationalpark oder im Okavango Delta, ein paar Tagen im Weinland oder an der Walküste, ganz individuell,was die Kunden wünschen und auf das Budget der Kunden zugeschnitten.

Mittlerweile haben wir einen Kundenstamm, der zum größen Teil aus persönlichen Weiterempfehlungen und Wiederholungskunden besteht. Außerdem hatten wir dieses Jahr die großartige Gelegenheit, als Ground Handler in Kapstadt ein holländisches Projekt zu unterstützen, eine Gruppe von internationalen Läufern, die hier eine Woche in Kapstadt verbracht und dann sehr erfolgreich am Two Oceans 56 km Ultramarathon im März teilgenommen haben. (SieheFoto)

Falls es Studierende oder Alumni der HIM einmal nach Südafrika und speziell nach Kapstadt zieht – zum Urlaub machen oder für ein Sport-Event- würde ich mich sehr über ein persönliches Treffen freuen. Und natürlich helfe ich auch gerne mit Tipps und Reisearrangements weiter.

Vielleicht ja schon bis bald in Südafrika?

Prof. Dr. Steffen presents paper on Mobile Game Advertising in Lisbon

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Prof. Dr. Steffen presents paper on Mobile Game Advertising in Lisbon.

Heidelberg, 5. Juli 2016. Prof. Dr. Adrienne Steffen, Professor of Consumer Behaviour and Market Research at the HIM, presents paper on Mobile Game Advertising in Lisbon.

The Lupcon Centre of Business Research held their annual European Marketing Conference from 27.06 – 28.06.2016 in Lisbon this year where scholars from 14 different countries presented their research. In a joint research project with former student Karen Menzenbach, Prof. Dr. Steffen investigated “Consumer Acceptance of Advertising in Mobile Games”. The research examines consumers’ acceptance of different advertising types in mobile games (Advergames, In-Game Advertising and Around-Game Advertising) and draws conclusions about the effectiveness of each advertising type.

After conducting interviews as an exploratory pre-test, an online questionnaire with a sample size of 300 German consumers from all age classes was used for data collection.

The findings show that Gamers are strongly bothered by advertising in general. Compared to In-Game or Around-Game Advertising, Advergames are perceived as the least disturbing advertising type and leave the consumer with the most positive feeling. Advergames are significantly more accepted by Heavy Players (>3h per week). Occasional Players (<1h per week) are most bothered by Advergames. In contrast, Around-Game Advertising was assessed as the most annoying advertising type, which does not awake any positive emotions at all. In-Game Advertising was experienced as rather neutral.

A structual equation model showed that control, disturbance and appeal are important factors to explain consumer acceptance of mobile game advertising. However, the developed pricing and control scales both lacked internal validity and need to be revised in a future research project.

The results suggest that advertisers should make more effort to understand mobile game advertising as the different advertising types have different acceptance levels amongst consumers.

HIM-Absolvent Christian Seifermann berichtet von seinem Masterprogramm und dem Studienaufenthalt in Boston

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HIM-Absolvent Christian Seifermann an der Northeastern University. Bild: Christian Seifermann.

Heidelberg/Boston November 2015. Christian Seifermann, HIM-Absolvent in International Business Management 2014, berichtet von seinem Studienaufenthalt im Rahmen seines Master-Programms in Boston:

„Nach meinem Bachelor-Abschluss an der HIM habe ich beschlossen, mich bezüglich Masterprogrammen zu erkundigen und bin letztendlich beim Master in Management Programm der IPBS gelandet. Das Programm beinhaltet zwei Studienblöcke an verschiedenen Partneruniversitäten, einen praktischen Teil und die Thesis. Da ich meinen Abschluss gerne an der ESB erhalten möchte, habe ich mich entschieden den zweiten Studienblock in Reutlingen zu absolvieren. Für das erste Semester habe ich mir die Northeastern University in Boston ausgesucht.

Das Leben hier in Boston ist wirklich sehr interessant. Die Stadt bietet unglaublich viel und ist dennoch nicht ganz so wie man sich eine Großstadt vorstellt. Wenn ich Boston mit einer europäischen Stadt vergleichen sollte, würde ich behaupten, dass es Edinburgh sehr ähnlich ist. Zumindest vom Stil her und natürlich abgesehen von den kulturellen Unterschieden.

So ein Campus in Amerika ist schon etwas anderes als in Deutschland. Alles ist viel größer und die Studenten haben ein ganz anderes Bewusstsein im Hinblick auf ihre Hochschule. Hier ist jeder stolz an der Uni zu sein und trägt das nach Außen auch gerne weiter.

Das Programm und die Module sind interessant und vertiefen teilweise im Bachelor schon angeschnittenen Themenpunkte mehr im Detail. Da ich das Programm allerdings mit einem Master of Science abschließen werde, ist der statistische und mathematische Anteil deutlich höher als an der HIM. Vor allem in Statistik muss ich mich schwer ranhalten, denn hier habe ich durch mein Auslandssemester in Leeds keinerlei Vorkenntnisse.

Obwohl mir berichtet wurde, dass das Programm sehr intensiv sein soll, hätte ich es mir dennoch nicht ganz so extrem vorgestellt. Bisher muss ich sagen, dass der Master schon noch mal eine ganz andere Hausnummer ist als der Bachelor. Die größte Herausforderung hier ist das Zeitmanagement. Die „Overall Workload“ ist immens und man muss in jedem Modul mehrere “Individual“ als auch „Group Assignments“ abgeben. Leider habe ich ein wenig den Eindruck, dass dadurch die akademische Qualität der Arbeiten bzw. auch die Anforderungen diesbezüglich, geringer sind. So kommen pro Woche ca. zwei bis drei fällige Assignments und Examen zustande. Gerade deshalb muss man wirklich schauen, dass man seine Zeit gut einteilt und versucht die Gruppentreffen so effektiv wie möglich zu gestalten.

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Master-Programm in Boston. Bild: Christian Seifermann.

Ein normaler Tag sieht für mich deswegen so aus: 9:00 Uhr Bibliothek, zwischendurch Vorlesungen (fünf pro Woche à zwei Stunden) und wieder Bibliothek bis abends ca. 23:00 Uhr, sechs bis sieben Tage die Woche. Einen völlig freien Tag, an dem man mal nichts für die Uni macht, kann man sich kaum erlauben, vor allem weil der Druck noch gestiegen ist, seit die Programmkoordinatorin letzte Woche zu Besuch war und verlauten ließ, dass wir im Durchschnitt wohl mindestens ein B (umgerechnet 2,0) brauchen um an der ESB weiterzumachen.

Was man allerdings deutlich merkt, dass hier niemand mehr dabei ist, der nicht von seiner Studienwahl überzeugt ist. Im Bachelor hatte ich das Gefühl, dass der ein oder andere Student nicht so ganz das gewählt hatte, was er wollte, es aber dennoch irgendwie versucht hat, abzuschließen. Dementsprechend sind Motivation und Ehrgeiz hier ziemlich hoch. In Bezug auf erlangtes Vorwissen, würde ich sagen, dass ich mich verglichen mit meinen Kommilitonen, soweit ich das bisher abschätzen kann, sprachlich im oberen Drittel befinde, fachlich, je nach Modul, im Mittelfeld. Ich bin mal gespannt wie sich das entwickeln wird wenn es dann zum zweiten Studienblock an der ESB geht.“

Weitere Bilder von Christian Seifermanns Studienaufenthalt in Boston findet Ihr hier:  Facebookseite der HIM.

Spannendes Interview mit HIM-Alumna Lena Schoeps

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Heidelberg, 30. September 2014. HIM-Alumna Lena Schoeps (24), nach England, Italien, Schweiz in Deutschland angekommen, bevor es im September wieder nach England geht :).

Welchen Studiengang hatten Sie an der HIM gewählt und aus welchem Grund?

Seitdem ich 2005 begeistert die Beachvolleyball WM in Berlin verfolgt hatte, war für mich klar – das möchte ich auch machen. Aus diesem Grund habe ich mich nach meinem Abitur für den Studiengang ‚International Business with Event and Congress Management‘ an der HIM entschlossen. Besonders interessant war für mich hierbei die Aufteilung in betriebswirtschaftliche und eventbezogene Fächer und die Tatsache, dass ab dem zweiten Jahr in Englisch unterrichtet wurde. Hinzu kamen weitere Fächer wie Französisch und Chinesisch sowie ein 11-wöchiges Praktikum und diverse ‚Personal Skills‘ Trainings. Rückblickend betrachtet hat mich mein 3-jähriges Studium an der HIM optimal auf den Einstieg in die Arbeitswelt vorbereitet und die Grundlage für mein Masterstudium gelegt.

Was haben Sie nach dem Studienabschluss an der HIM getan? Welche Aufgaben hatten Sie bei diesem Unternehmen? Was kam Ihnen bei Ihrer Tätigkeit von den Kompetenzen, die Sie an der HIM erworben hatten zu Gute?

Nach dem Studienabschluss an der HIM habe ich ein Jahr bei dem Deutschen Volleyball Verband in Frankfurt gearbeitet. Ich habe als Praktikantin für die 2013 CEV Volleyball European Championship Women gestartet und wurde bald die Assistentin des deutschen Executive Directors. Da das Team des NOCs (National Organising Committee) aus drei Personen bestand, waren meine Aufgaben glücklicherweise sehr vielfältig. Ich war verantwortlich für Aufgaben in den folgenden Bereichen: Promotion, PR, Social Media, Übersetzungen, Volunteers, Akkreditierungen und die Analyse von Ticketverkäufen. Das Jahr in dem NOC war mehr als aufregend und ich habe eine Menge von meinen Kollegen im Office und dann vor Ort an den fünf Austragungsorten lernen können. Ich musste immer ein bisschen schmunzeln, wenn ich das an der HIM Gelernte, in der Praxis anwenden konnte. Zum Beispiel erinnere ich mich an das Fach Eventlogistik in dem wir Tipps und Tricks gelernt haben, effektiv, die im Event involvierten Personen zu transportieren und in Hotels unterzubringen – eines meiner mit Verantwortlichkeiten im NOC :). Der Unterricht auf English war natürlich das beste Training, um während der EM die offiziellen Texte zu übersetzen und mich mit den englisch sprechenden Beteiligten zu unterhalten. Meiner Meinung nach ist der Erfolg des HIM-Studiums die Mischung aus Praxisbezug und Theorie.

Welche Motivation stand hinter Ihrer Entscheidung ein Masterprogramm durchzuführen und aus welchen Gründen haben Sie sich für ihr jetziges Programm entschieden?

Ich war mir immer sicher, dass, nachdem ich die Basis im Eventbereich mit dem HIM-Bachelor gelegt hatte, noch einen Master im Bereich Sport erlangen möchte. Ich habe mich für den FIFA Master – International Master in Management, Law and Humanities entschieden, weil er drei enorm wichtige Bereiche des Sports abdeckt, mir die Möglichkeit bietet in drei verschiedenen Ländern zu studieren und durch zahlreiche Field Visits bei beispielsweise FIFA, UEFA oder Ferrari einen tollen Einblick in die Welt des Sports ermöglicht. Meine 28 Kommilitonen aus 24 verschiedenen Ländern!!! und ich haben in Leicester, UK mit Sportgeisteswissenschaften gestartet, dann in Mailand (Italien) Sportmangement studiert und den Master in Neuchâtel, Schweiz mit Sportlaw beendet. Dieses Masterstudium, welches weltweit zum besten Sportmanagement-Master 2014 gekürt wurde, hat mir geholfen nicht nur theoretisch neues Wissen anzueignen, sondern auch aufgezeigt, was es alles außerhalb von Europa kulturell und sportlich zu entdecken gibt.

Was planen Sie nach dem Master?

Nach dem Master werde ich ein 2-montatiges Praktikum bei einer Londoner Sportevent Agentur absolvieren. Nach dieser Zeit möchte ich langfristig im Sportevent Bereich Fuß fassen. mit dem Ziel. baldmöglichst im Orgateam für die Olympischen Spiele oder der FIFA WM zu sein (was mit 24 Jahren eine Herausforderung sein wird :)).

Was würden Sie den Studierenden der HIM für die Zukunft mit auf den Weg geben wollen?

Hier halte ich mich kurz und möchte euch nur gerne mein persönliches Motto verraten:
‘Only the person enthusiastic about something is able to inspire others with her personality and her work’,

Das Interview führte Redaktionsmitglied Annette Höhne.

HIM-Alumna Kathrin Schmid in Peking – ein Interview

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Heidelberg, 15. Januar 2013. Unser Redaktionsmitglied Annette Höhne hat die HIM-Absolventin Kathrin Schmid interviewt:

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Die HIM-Absolventin Kathrin Schmid bei einer Präsentation mit chinesischen Kunden.

Wie haben Sie das Praktikum gefunden und wie lange wollen Sie bleiben?
Ich hatte die Stelle über AIESEC gefunden, die in meinem zweiten Studienjahr eine Präsentation an der HIM durchgeführt hatten. Die Stelle war als Praktikum ausgeschrieben, inzwischen habe ich mich aber mit meiner Chefin auf eine Festanstellung geeinigt, da sie mit meiner Leistung sehr zufrieden ist und sie mich gerne noch länger behalten will. Wie lange ich hier bleiben werde, weiß ich noch nicht, aber ich schätze mal China wird so schnell nicht langweilig werden… 🙂

Wie sieht denn die Finanzierung Ihres Aufenthalts dort aus?
Die Unterkunft wird gestellt und ich erhalte darüber hinaus einen Lohn, der über dem Durchschnitt eines chinesischen Angestellten in Peking liegt. Desweiteren bekomme ich leistungsorientierte Boni. Insgesamt also genug Geld um meinen Aufenthalt zu finanzieren und am Ende des Monats bleibt immer noch ein wenig zum Reisen übrig.

Welche Aufgaben haben Sie dort?
Meine Aufgaben bisher lagen darin Bildungsreisen nach Europa für chinesische Schüler im Alter zwischen 15-18 Jahren zu organisieren, d.h. die Agenda planen, Firmen kontaktieren die wir besuchen möchten, ein Cross-Cultural Training organisieren, Visa-Angelegenheiten für die chinesischen Schüler regeln, Trainingsmaterial zusammenstellen, etc.

Wir arbeiten mit der britischen Organisation ASDAN zusammen, die unsere Bildungsreisen kontrollieren und Zertifikate für die Schüler ausstellen. Das Zertifikat hilft den Schülern dann später bei der Bewerbung für ein Studium im Ausland. Um dieses Zertifikat zu bekommen, müssen die Schüler ein Portfolio erstellen und 6 verschiedene Kompetenzen erlernen, wie zum Beispiel Team Work. Ich habe als ich hier angefangen habe ein Training von ASDAN bekommen, damit ich selbst die Schüler unterrichten und die Portfolios korrigieren darf. Desweiteren werde ich als „Tourguide“ bei der Reise fungieren und hab die Verantwortung dafür, dass alles rund läuft.

An was arbeiten Sie denn gerade?
Abgesehen von der Reise, bin ich gerade dabei weiteres Trainingsmaterial zu erstellen. Unser neues Projekt heißt MUN (Model United Nations). Das ist eine Simulation von den echten Vereinten Nationen. Wir begleiten die Schüler in die Vereinigten Staaten zu Konferenzen bei denen globale Themen diskutiert werden – wie bei den echten Versammlungen auch. Meine Firma organisiert das Rahmenprogramm für diese Reisen und liefert Trainingsmaterial in Zusammenarbeit mit ASDAN damit das ganze Programm wissenschaftlicher abgedeckt ist.

Konnten Sie Ihre Chinesisch-Kenntnisse aus dem Wahlkurs „Dritte Fremdsprache Chinesisch“ an der HIM schon ausbauen?
Viel Zeit zum Chinesisch lernen bleibt mir leider neben der Arbeit kaum. Ich habe eine Privatlehrerin hier in Peking mit der ich mich ein Mal pro Woche treffe, um vor allem sprechen zu üben. Auch wenn ich meine Kenntnisse bisher noch nicht viel ausbauen konnte, bin ich sehr froh, dass ich den Wahlkurs in der HIM hatte, da ich auf diese Weise schon vor meiner großen Reise ein Gefühl für die Sprache bekommen konnte. Ohne Vorkenntnisse wäre es sehr schwierig gewesen die Sprache und Zusammenhänge zu verstehen.

Was würden Sie als Besonderheiten in China bezeichnen, die man beachten sollte, wenn man als Europäer erstmals nach China reist?
Insgesamt war ich positiv überrascht wie einfach es für Europäer ist, hier zu leben. China hat viele Besonderheiten zu bieten, besonders weil die Kultur und Mentalität sehr unterschiedlich zu Europa ist, aber man trifft keinesfalls auf Diskriminierung oder dergleichen. Was für mich ein wenig gewöhnungsbedürftig war sind die Menschenmassen auf die man täglich trifft, die chinesischen Toiletten (die meistens nur aus einem Loch im Boden bestehen) und das manchmal sehr exotische Essen. Auf der anderen Seite sind Großstädte wie Peking aber auch sehr international – es leben viele Ausländer hier, es gibt westliche Restaurants und Supermärkte und Zeitungen/ Informationsmaterial auf Englisch – man fühlt sich also nicht ganz so verloren wenn man das erste Mal nach China reist. Darüber hinaus ist die Kriminalitätsrate trotz der vielen Menschen relativ gering was mir immer ein Gefühl von Sicherheit in dieser großen Stadt gibt.

Was war am Anfang besonders schwer? Was gefällt Ihnen besonders gut?
Am Anfang ist es mir schwer gefallen, mich an die Wohnsituation anzupassen. Meine Firma stellt mir zwar ein Zimmer, was aber sehr dem chinesischen Standard entspricht. Anfangs habe ich mein Zimmer mit drei weiteren Arbeitskolleginnen geteilt und das Bad mit insgesamt acht Leuten. Mittlerweile habe ich mein eigenes Zimmer, aber die Wohnung ist dennoch sehr spärlich ausgestattet und nicht unbedingt gemütlich. Ich sehe es aber dennoch positiv, da ich die Möglichkeit habe das „originale“ chinesische Leben zu erfahren und mit Chinesinnen zusammen zu wohnen.

Besonders gut an China bzw. an Peking gefällt mir, dass es so unglaublich abwechslungsreich ist und so viel zu sehen gibt. Ich bin schon viel in China gereist und bin immer wieder fasziniert wie unterschiedlich das Land ist – die Städte unterscheiden sich sehr von den ländlichen Gebieten und das Essen und die Geschmacksrichtungen sind in jeder Provinz anders.

Welche Studienfächer sind Ihnen bei Ihrer Arbeit in Peking besonders hilfreich?
Da unsere Firmensprache Englisch ist, hat es mir am meisten geholfen, dass die Studienfächer an der HIM hauptsächlich auf Englisch gehalten wurden. Ansonsten wäre es sehr schwierig für mich gewesen, die wirtschaftlichen Begriffe und Zusammenhänge zu verstehen und die Kommunikation mit meinen Kollegen fällt mir somit auch leichter. Ich denke, insgesamt habe ich während meines Studiums ein Gefühl dafür bekommen, wie ein Unternehmen funktioniert und die einzelnen Bereiche, wie zum Beispiel Sales und Marketing, zusammenspielen. Ich kann nicht sagen, dass ein bestimmtes Studienfach besonders hilfreich ist – es ist mehr das rundum Verständnis von International Business das mir bei der Arbeit weiterhilft.

Was planen Sie nach Ihrem Aufenthalt in Peking?
Genaue Pläne für die Zeit nach meinem Aufenthalt in Peking habe ich noch nicht. Ich könnte mir gut vorstellen meinen Master im Bereich „International Communications“ oder Projektmanagement zu machen, aber dafür muss mich erst noch genauer informieren bevor eine Entscheidung treffen.

Was würden Sie den Studierenden der HIM für die Zukunft mit auf den Weg geben wollen?
Was ich gerne den Studierenden der HIM mit auf den Weg geben möchte ist so viel Auslandserfahrung wie möglich zu sammeln. Ich war mittlerweile schon drei Mal für längere Zeit im Ausland – für einen Schüleraustausch in Ecuador, das Pflichtpraktikum in Namibia und nun mein Job in Peking – und ich hab bei jedem Aufenthalt so viel gelernt.

Nicht nur in dem Job und den Aufgaben die ich hatte, sondern so viel für mich selbst, das meine Persönlichkeit gestärkt und mir neue Sicht-und Denkweisen vermittelt hat. Reisen und fremde Kulturen kennen lernen ist eine Leidenschaft von mir und wenn ich die Möglichkeit habe das mit dem Studium oder mit einem Job zu verbinden, gibt es nichts Besseres für mich. Außerdem sind solche Auslandserfahrungen immer ein Pluspunkt im Lebenslauf besonders wenn man später in einer internationalen Firma arbeiten möchte.

 

Schnitzeljagd & Karaoke

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Heidelberg, 09. Oktober 2012. Mona Amelung studiert an der HIM Tourismusmangement. Ihr fünftes Semester verbringt sie an der Partnerhochschule ICMS in Sydney, Australien. Ihre Erlebnisse und Erfahrungen schreibt sie ihrem Auslandsblog „Mona-in Australien“ auf.

Wir, die HIM, die Studis und alle Interessierten, dürfen Mona in dieser spannenden Zeit begleiten. Regelmäßig werden wir Monas Blog-Einträge ab jetzt auch im HIM-Blog veröffentlichen.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen:

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Heute war eine Schnitzeljagd durch Manly angesagt. Zuerst bekamen wir kostenlose ICMS-Shirts, die wir behalten dürfen und dann ging das Teambuilding los. Es wurde extra darauf geachtet, dass bereits gebildete Grüppchen getrennt wurden, was ich persönlich sehr gut fand. Ich hatte eine super Gruppe und konnte auch endlich mal viel Englisch reden.

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Bei der Schnitzeljagd mussten wir mehrere Fragen und einige Challenges bestehen, die alle mit Essen zutun hatten, beispielsweise Känguruh-Fleisch essen (seeeeehr lecker wie ich finde) oder so schnell wie möglich Pie mit Ketchup essen.Das hat richtig viel Spaß gemacht. Man konnte Leute kennenlernen und gleichzeitig auch den Ort.

AußerdemMona30-150x150 in hatten wir die Gelegenheit, eine kostenlose VIP-Karte in der Sharkbar zu bekommen, mit der wir Rabatte bekommen.

 

NachMona31 in der Schnitzeljagd, die wir leider nicht gewonnen haben, habe ich endlich meinen vollständigen Stundenplan bekommen, sieht ja recht gut aus.

Und abends war dann Karaoke angesagt, mit Charlotte (eine Deutsche) habe ich „Wannabe“ von den Spice Girls gesungen und ganz vorne dabei waren die Amerikaner und die Asiaten:

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Gute Nacht meine Lieben

Dr. Steffen delivers the keynote speech at the European Marketing Conference in Munich

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Konferenzmunich-300x225 in Munich, 09-10.08.12. The Lupon Business Center for Business Research organized the LCBR European Marketing Conference in Munich this year. Because many international researchers participated in the conference, the conference started with a visit of the Franziskaner Brewery, which is one of the most traditional beer producers in Munich since 1663. The official opening ceremony in the evening offered a lot of opportunities for networking with participants from 23 countries.

On the conference day, Dr. Adrienne Steffen opened the conference with her keynote speech on “Sustainability – A New German Consumer Value” in which she discussed the roots of CSR in Germany and the shift of consumer values that has taken place over the past decades.

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Dr. Adrienne Steffen.

The conference programme continued with the presentation of 46 conference papers that were organized in different sessions. Dr. Steffen presented another research paper with the title “Sales People as Stress Factors in Retail Shopping”. The presentation discussed the extent to which consumers feel stressed by sales people.

The intensity of individual shopping emotions was shown to differ after a negative shopping experience depending on whether or not a sales person was involved in creating the negative experience. Staff incompetence and staff unfriendliness increased the level of experienced consumer shopping stress.

It was very inspiring to exchange ideas with researchers from all over the world.
Dr. Adrienne Steffen

International Conference on Sustainability in the MENA region in Cairo

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Dr. Adrienne Steffen at International Conference on Sustainability.

The conference
The Second International Conference on Sustainability took place in Cairo on Mach 1-March 2nd 2012 and was organized by the German University of Cairo and the American University of Cairo in cooperation with many local sponsors.

The conference was opened by Prof. Dr. Belz, the author of the award-winning textbook “Sustainability Marketing”. He drew attention to the challenges developing countries are currently facing but also explained the impact of mass consumption on our globe.
Over the next two days, different speakers from the MENA region, Germany, the USA and Turkey proposed ways for moving towards a more sustainable world. Intelligent new traffic solutions for Cairo were presented. Companies like Vodafone, P&G, The Arab African International Bank and several NGO’s presented their efforts to reduce illiteracy, school-drop outs or the environment. Dipl. Ing. Angeli Büttner from Berlin explained how she greens the city of Berlin with local inhabitants and works on landscape remodeling projects.

It was evident that the revolution is one of the main drivers for the attitude change towards sustainable consumption. Many speakers referred to pre-and post-revolution Egypt in their presentations and the 25th of January was often mentioned as a breaking point. Dr. Dalia A. Kader even labeled the Egyptian revolution ”as a cry for sustainability” to improve the economic, governance, environmental and social conditions of the Egyptian population.

It was impressive to see the enthusiasm and spirit amongst especially young student presenters and conference participants, who will be the future managers of Egypt.

HIM presentation on Cause-Related Marketing
Konferenz-steffen in Dr. Adrienne Steffen presented the case study “Success Factors of Cause-Related Marketing- What Developing Countries can Learn from a German Sweets Campaign”. The case study was written together with Sabine Günther, a recent HIM graduate who wrote her business dissertation on cause-related marketing.

The case examines the differences of corporate social responsibility in developing and developed countries. It evaluated the HARIBO “Ein Herz für Kinder” cause-related marketing campaign from 2010 based on five success factors and proposed what developing countries can learn from the evaluation. Because the addressed stakeholder groups in CSR campaigns and consumer motives differ in developing and developed countries, it was recommended that developing countries should not simply copy CSR strategies from developed countries. Instead they should research the macro-environment, consumer motives for sustainable consumption and the consumers’ basic needs.

It was proposed that using CRM campaigns to target the poor, who are unable to spend money on organic products, might be a better short-run solution. Spending the raised money on local projects and education about sustainable consumption and recycling could change consumer attitudes and consumption patterns in the long-term.

The case is currently under review for publication in The MENA Business Case Journal.

Von Heidelberg nach Cape Town, Südafrika!

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Julia Shepherd machte 2004 an der Heidelberg International Business Academy ihren Abschluss im Tourismusmanagement.

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HIB-Absolventin Julia Shepherd in Südafrika.

Sie haben an der HIB Tourismusmanagement studiert, wo haben Sie Ihr Pflichtpraktikum durchgeführt und warum? Ich habe mein 6-monatiges Praktikum im ‚Lady Victoria Guest House’ im Zentrum Kapstadts durchgeführt. Mich hatte die Gelegenheit gereizt, eine längere Zeit in einem Land außerhalb Europas zu verbringen und im Speziellen auch Südafrika näher kennenzulernen. Darüber hinaus wollte ich auch gerne mein Englisch verbessern.

Das erste/zweite Praktikum hat Sie nach Südafrika geführt? Dort sind Sie geblieben. Was gab den Ausschlag dafür? Ich habe mich sehr schnell in Südafrika wohlgefühlt, da es so bunt und voller Lebensfreude und in vieler Hinsicht ein absoluter Kontrast zu Deutschland ist. Und auch die Südafrikaner habe ich als sehr herzlich und offen kennengelernt. Dazu kommt, dass Südafrika als Reiseland seit Jahren eine der beliebtesten Destinationen weltweit ist, wodurch sich für mich eine Bandbreite an beruflichen Möglichkeiten im Tourismus ergeben hat.

Außerdem hat die Umgebung rings um Kapstadt auch landschaftlich sehr viel zu bieten. Man hat die Natur und den Atlantik fast vor der Haustür und ist trotzdem in einer Großstadt, diesen Kontrast finde ich toll.

War es einfach in Südafrika Fuß zu fassen? Was meine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen am Anfang anging, war es nicht ganz so einfach und man braucht einiges an Geduld mit den südafrikanischen Behörden. Zum Beispiel habe ich viel falsche oder unvollständige Infos am Anfang bekommen und in den letzten zwei Jahren wurden einige Gesetze auch verschärft und die Auflagen etwas schwieriger gemacht, eine Arbeitserlaubnis zu bekommen. Man kann sich jedoch – wie ich das auch getan habe – Hilfe holen bei Firmen, die sich auf Einwanderungshilfe spezialisieren und die sich mit den jeweiligen Anforderungen auskennen. Ich habe 2006 dann schließlich meine dauerhafte Aufenthalts – und Arbeitsgenehmigung bekommen.

Seit Ihrem Abschluss ist eine lange Zeit vergangen. Was ist nach dem Abschluss beruflich passiert? Meinen ersten ‚richtigen’ Job nach dem Praktikum habe ich in einem Call Centre für Swiss Airlines bekommen. Die Position an sich war zwar recht stressig, war jedoch sehr gut, um sich etwas zu orientieren und auch Hintergrundwissen im Airline Business zu bekommen. Nach einem halben Jahr habe ich dann als ‚Guest Liaison’ im Cape Grace Hotel angefangen, einem 5 Sterne Hotel an der Victoria & Alfred Waterfront. Dies hat mir sehr viel Spaß gemacht, da man die verschiedensten Gäste trifft und ich den Blick hinter die Kulissen eines Luxushotels sehr interessant fand.

Unter anderem wegen der ständig wechselnden Schichten habe ich mich dann aber nach einiger Zeit entschieden, beruflich eine etwas andere Richtung einzuschlagen und habe bei einem Reiseveranstalter namens African Travel Concept angefangen. Die Firma war ideal für mich als Einsteiger in die Veranstalter-Branche und mir hat es von Anfang an viel Spaß gemacht, Reisen individuell zu planen und Erfahrung in den verschiedenen Bereichen eines Reiseveranstalters zu sammeln.

Heute arbeiten Sie bei Egoli Tours? Welche Aufgaben haben Sie dort? In meiner Position als Senior Consultant bei Egoli Tours bin ich für Individualreisende, Reisebüros und Agenten Ansprechpartner für Reisen im südlichen Afrika. Ich berate die Kunden vom Zeitpunkt der Anfrage an über die Angebotserstellung und Reiseabwicklung. Wenn die Kunden dann im Land sind, stehe ich als Kontakt vor Ort bereit, falls es einmal zu Problemen kommt, was jedoch recht selten vorkommt.

Wir arbeiten mit einem Reservierungssystem namens Travelogic und ich bin für das Team der Ansprechpartner, falls Fragen auftauchen oder Neuerungen anstehen. Darüber hinaus haben wir alle 6 Monate Praktikanten aus Deutschland und der Schweiz, die ich einarbeite und mit allen wichtigen Details und Aufgaben vertraut mache. Ich arrangiere außerdem für die Kollegen auch Präsentationen von Lodges, Hotels und anderen Anbietern, die für uns interessant sind.

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Auf Safari.

Welche Themen aus Ihrem Studienprogramm sind Ihnen im Tagesgeschäft wieder begegnet?Dinge wie englische Wirtschaftskorrespondenz und Tourismus Betriebslehre sowie Marketing habe ich bei meinem Aufgabenbereich oft nutzen können.

Was sollte ein/e Studierende/r beachten, wenn er nach Südafrika kommt, um dort ein Praktikum durchzuführen bzw. plant dorthin auszuwandern? Es ist momentan so, dass man für ein Praktikum ein Visum für drei Monate beantragen kann, dass man dann einmal um weitere drei Monate verlängern kann. Man kann also maximal sechs Monate in Südafrika auf der Basis eines Praktikums verbringen. Wenn man jedoch eine feste Arbeitsstelle angeboten bekommt, kann man eine Arbeitserlaubnis beantragen, die dann für etwa  zwei bis drei Jahre gilt. Nähere Infos kann man vom südafrikanischen Generalkonsulat in München bzw. Berlin einholen.

Allgemein ist es mit Deutsch als Fremdsprache und einem entsprechenden Abschluss im Tourismus-Bereich nicht allzu schwer, vor Ort hier eine Stelle als Einsteiger zu finden. Ich denke, für Studierende, die längerfristig in Südafrika bleiben wollen, ist es gut, schon im Voraus etwas Zeit hier zu verbringen und Kontakte zu knüpfen. So fällt die berufliche Orientierung auch einfacher.

Gibt es etwas aus Deutschland, daß Sie in Südafrika vermissen? Natürlich vermisse ich Familie und Freunde, die in Deutschland leben und die man nicht so spontan einmal besuchen gehen kann. Ich habe jedoch in den sieben Jahren, die ich nun in Südafrika lebe, viel Besuch aus Deutschland bekommen und halte Kontakt mit Freunden und Familie über Telefon, Skype und Emails. Insofern ist es eigentlich nur die Milka-Schokolade, die mir hier extrem fehlt… Cadbury ist einfach kein Ersatz!!

Was möchten Sie heutigen Tourismusstudierenden mit auf den Weg geben? Ich denke, man sollte sich nicht allzu sehr auf eine bestimmte berufliche Richtung festlegen. Für mich war anfangs klar, dass ich hier in Südafrika nur im Bereich Hotel und Gastronomie arbeiten möchte. Davon bin ich jedoch mit der Zeit etwas abgekommen und bin heute sehr froh, damals die Richtung Reiseveranstalter eingeschlagen zu haben, was mich während des Studiums nicht allzu sehr interessiert hatte. Meine Aufgaben im Job heute sind sehr vielfältig und ich habe durch meine Arbeit auch viel vom südlichen Afrika sehen können.

Das Interview führte Redaktionsmitglied Annette Höhne.

„Everything happens for a certain reason“ – Über den Start an der HIB, Aufbaustudium und Berufseinstieg

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Im Interview erzählt Verena Reis, Absolventin des Jahrgangs 2006, über ihre Zeit am der HIB, ihr weiteres Studium und ihren beruflichen Werdegang.

Verena-Reis in HIB-Absolventin Verena Reis über Studium und Karriere.

 

Wo haben Sie Ihr Pflichtpraktikum durchgeführt?
Mein Pflichtpraktikum habe ich in Regusse/Provence/Frankreich auf einem Camping-Platz durchgeführt. Dort habe ich vor allem an der Rezeption gearbeitet. Zu meinen Aufgaben gehörte es, die Gäste zu empfangen, sie einzuchecken und anschließend mit meiner ‚Golfette’ an Ihren Stellplatz zu begleiten. Hatten die Gäste ein fest installiertes ‚Mobilhome’ gebucht, galt es, sie mit allen Annehmlichkeiten dessen bekannt zu machen. Außerdem war ich für das Beschwerde-Management und die allgemeine Information über die Gegend zuständig, sowohl persönlich als auch telephonisch. Nach dem Check-out der Gäste zählte außerdem die Inventur der ‚Mobilhomes’ zu meinen Aufgaben.

Nach der HIB haben Sie in England, in den Niederlanden und in Frankreich Ihr Studium fortgeführt und mit dem Master abgeschlossen? Was hatte den Ausschlag dafür gegeben?
Während der Zeit an der HIB wurden mir zwei Dinge klar: Erstens wollte ich gerne weiterstudieren und zweitens wollte ich das zunächst im englischsprachigen Ausland machen. In Neuseeland und Australien, die eigentlich meine erste Wahl gewesen wären, waren die Aufnahmeprozeduren zu kompliziert, so dass ich mich dann für ein Top-Up-Studium in Bournemouth/England entschieden habe. Mitte 2007 hatte ich dann den BA (Hons) in International Tourism Management erlangt. Da zu dieser Zeit der Bachelor in Deutschland noch nicht so anerkannt war, entschloss ich mich gegen Ende meiner Zeit in England dazu, mich auch noch für den Master zu bewerben. Ich fand ein Programm, das mich durch seine internationale Prägung, den Doppelabschluss sowie die Aussicht auf ein Stipendium sehr ansprach.

Der erste Teil fand in Breda/Holland statt – die Vorlesungen sowie die Hausarbeiten waren auf Englisch. Der zweite Teil wurde in Chambéry/ Frankreich zu neunzig Prozent auf Französisch durchgeführt. Der dritte Teil bestand dann noch aus der Master Thesis – hierfür hat es mich wieder nach Bournemouth gezogen, da uns dort eine umfangreiche und exzellente Bibliothek zur Verfügung stand. Da auch die Bournemouth University Teil dieses Programms war, erlangte ich im Herbst 2008 einen Doppelabschluss: Den MA in European Tourism Management und den Master in Sciences Economique et de Gestion.

Wie würden Sie die Unterschiede beim Studium bzw. den Aufenthalt in den jeweiligen Ländern charakterisieren?
Das Studium in England war sehr professionell aufgezogen. Der Lehrstoff wurde aufgeteilt in anonyme Vorlesungen von 50-100 Pax, in Seminare von 15-20 Pax und in Arbeitsgruppen von 2-5 Pax. Neben vielen Hausarbeiten, gab es Gruppenarbeiten, Präsentationen, einen Marketing-Plan, einen Business Plan und zuletzt die Bachelorarbeit von mindestens 10.000 Wörtern. Vor jeder Vorlesung und jedem Seminar konnte man sich die Powerpoint-Präsentationen der Dozenten runterladen, so dass man sich optimal vor- und nachbereiten konnte. Gleich zu Beginn mussten wir uns mit der Harvard-Zitierweise vertraut machen, eine andere Zitierweise wurde nicht geduldet. Bei mangelhaften Quellen oder falscher Zitierweise wurden Punkte abgezogen. Alle Arbeiten mussten auf die Minute genau am Stichtag eingereicht werden, andernfalls wurde die komplette Arbeit nicht gewertet. Jede Arbeit wurde bei Rückgabe mit persönlichen Feedbackbögen der Dozenten versehen; so hat man relativ schnell verstanden, was man gut gemacht hatte und was noch verbesserungswürdig war. Die Bibliothek war großartig; neben fünf Etagen mit Büchern aus allen Fachrichtungen, war vor allem die Online-Bibliothek mit aktuellen Fachzeitschriften und der Zugangsberechtigung zu den aktuellsten Statistiken aus sämtlichen Branchen extrem hilfreich fürs Studium.

In Holland ging es alles etwas lockerer zu. In unserem Kurs waren wir nur 15 Leute, dadurch waren die Vorlesungen intensiver, allerdings auch etwas weniger professionell als in England. Wir Studenten kamen aus Frankreich, Spanien, Bulgarien, Polen und Deutschland. Hier merkte man schnell, dass die Leute, die vorher in England gewesen sind, viel weiter im Stoff und vor allem in Fragen der Methodologie waren. Auch hier bekamen wir die Vorlesungen als Powerpoint nachträglich zugeschickt. Bei Arbeiten war die Toleranzgrenze für verspätete Abgaben höher und die Benotung großzügiger. Die Bibliothek war wesentlich kleiner. Dafür war die gesamte Atmosphäre persönlicher.

In Frankreich wurde unser Kurs teils mit ‚einheimischen’ Kursen zusammengelegt, so entstand eine Mischung aus anonymen Vorlesungen und kleineren Seminargruppen. Von der Strenge, die in England herrschte, war hier auch weniger zu spüren, was auch an der eher lockeren Einstellung der Dozenten, ich wage fast zu behaupten der Franzosen lag. Die Literatur in der Bibliothek war fast ausschließlich auf Französisch, was die Sichtweise leider etwas einschränkte. Powerpoint-Präsentationen als Vorlesungen gab es hier auch nicht so oft. Dafür wurde man mündlich sehr gut in die Vorlesungen eingebunden, was vor allem die Fähigkeit französisch zu sprechen noch einmal gesteigert hat.

Hatten Sie während dem Studium konkrete Vorstellungen von Ihrem Berufseinstieg nach dem Studium?
Ehrlich gesagt nein. Ich wusste nur, dass ich nicht ins Hotel möchte, also dass es bei mir eher eine Airline oder ein Reiseveranstalter werden würde.

Was waren Ihre Lieblingsveranstaltungen an der HIB?

Was mir sehr gefallen hat war Deutsch bei Frau Kropp – sie hat uns damals viele Tipps mitgegeben, die ich heute noch bei meinen Bewerbungen anwende. Außerdem zählten eigentlich alle Spracheinheiten, sei es Englisch, Französisch oder Italienisch zu meinen Favoriten. Auch Marketing-Management war eine gute Grundlage für den Bachelor und den Master. Die ganzen Persönlichkeitsseminare waren eine willkommene Abwechslung. Was eigentlich nie zu meinen Lieblingen zählte, aber heute enorm hilfreich ist, war das Zehnfingerschreiben am PC.

Welche Themen sind Ihnen in den nachfolgenden Studiengängen erneut begegnet?
Eigentlich wurden fast alle Themen sowohl während des Bachelors als auch während des Masters wieder aufgegriffen. Nie wieder sind mir die Fächer Deutsch, die IT-Fächer, Büromanagement oder Rechnungswesen begegnet. Stattdessen gab es Business Development, Tourism Economis und Research Methods.

Heute arbeiten Sie bei Meeting Point International in München als Business Development Manager? Wie sah ihr beruflicher Weg dorthin aus?

Die vielen Praktika während meines Studiums haben mir zwar immer Spaß gemacht, mich aber eigentlich eher darin bestätigt, was ich später hauptberuflich nicht machen will. Erst mein Praktikum bei STA Travel, das ich direkt im Anschluss an meinen Master gemacht habe, hat mir das erste Mal Einblick in das gegeben, was ich mir für mich vorstellen könnte. Vor allem der Job des Produktmanagers, der touristische Leistungen aus verschiedenen Ländern in verschiedenen Sprachen einkauft und sie dann zu Paketen zusammenschnürt hörte sich für mich sehr interessant an. In diese Richtung habe ich mich dann anschließend auch beworben, allerdings musste ich feststellen, dass diese Jobs (sogar die Junior-Positionen) bevorzugt an Leute vergeben wurden, die eine Ausbildung gemacht hatten – hier merkte ich das erste Mal, dass mein Studium in dieser Branche vielleicht nicht so hilfreich und unabdingbar ist, wie in anderen Branchen. Alle wollten immer mehrjährige Berufserfahrung, aber keiner wollte einem die Chance geben, diese Erfahrung zu sammeln. Ein Teufelskreislauf.

Um meine Chancen zu erhöhen, habe ich meinen Lebenslauf auch an eine Personalvermittlungsfirma geschickt, die sich auf die Vermittlung touristischer Jobs spezialisiert hat. Die Mitarbeiter dort, schienen im Gegensatz zu den Personalabteilungen der großen Firmen auch zwischen den Zeilen zu lesen und die Dinge zu schätzen, die einem davor sogar nachteilig ausgelegt wurden (wie z.B. das Studium). Den Job als Produktmanager habe ich so auch nicht bekommen, dafür die Chance bei Meeting Point, einem Start-Up-Unternehmen, als Management-Assistentin anzufangen. Eigentlich hätte ich solch eine Position für mich nicht unbedingt in Betracht gezogen, weil ich Bedenken hatte, nur die administrativen ‚langweiligen’ Aufgaben zugesprochen zu bekommen, für die ich ja eigentlich nicht hätte studieren müssen. Mein Vater hat damals Recht behalten, dass ich diesen Job auch als Karriere-Sprungbrett für mich nutzen könnte. Als persönliche Assistentin der Geschäftsführung habe ich Einblicke in die Unternehmensführung bekommen, wie kein anderer. Auch wenn anfangs nur als Protokollantin, war ich bei allen wichtigen Meetings dabei, lernte alle Geschäftsführer unserer Partnerfilialen kennen, wurde von meiner Chefin mit auf Messen in Madrid und Berlin genommen, sowie auf Contracting-Meetings in den Libanon und nach Dubai. Ich gewann ihr Vertrauen und bekam neben meinen Aufgaben als ihre Assistentin meine eigenen Projekte. So landetet ich gleich noch einmal in Beirut und Dubai – jeweils, weil ich dort für die Planung, Koordination und Durchführung von 2 großen Jahreskonferenzen zuständig war, einmal für 100 Teilnehmer und das zweite Mal sogar für 350 Teilnehmer. Von Anfang an hatte ich meinen Willen, mich in dieser Firma hochzuarbeiten, verkündet. Nach 15 Monaten bekam ich dann meine Chance, aus der Assistenz auszusteigen und als Business Development Managerin weiterzumachen.

Wie würden Sie Ihr Jobprofil kurz beschreiben?
Meeting Point International ist eine Dachmarke, die Incoming-Agenturen in insgesamt 16 Destinationen weltweit repräsentiert. Neben den Sales Managern, die wir in allen Destinationen haben und die für den B2B-Verkauf ihrer jeweiligen Incoming-Leistungen (z.B. Hotels, Transfers, Ausflüge, Rundreisen, usw.) zuständig sind, gibt es zwei Business Development Manager. Diese sollen bereits bestehende Geschäfte ausbauen und neue Geschäftspartner gewinnen. Mein Quellmarkt ist Europa – ich versuche also die Leistungen all unserer Destinationen an Europäische Reiseveranstalter zu verkaufen. Dafür werde ich verschiedene touristische Messen in Europa besuchen und auf Sales Calls durch Europa reisen. Dabei finden natürlich auch alle an der HIB gelernten Sprachen Anwendung. Unser zweiter BDM deckt den arabischen Markt ab.

Wie gewichten Sie theoretische Erfahrungen aus dem Studium an der HIB, in UK/NL/F und praktische z.B. aus Praktika für eine erfolgreiche Bewerbung? Welche Erkenntnisse haben Sie bei Ihren Bewerbungsverfahren gewonnen, auch wenn es schon länger zurückliegt?
Jetzt wo ich selbst eine Weile im Berufsleben bin, kann ich mich nur dem anschließen, was die meisten Berufstätigen einem während des Studiums gepredigt hatten, worauf man aber nie wirklich hören wollte: Die Praxis hat oft sehr wenig mit dem relativ theoretisch erworbenen Wissen an der Uni zu tun. Was mir heute allerdings sehr nützlich ist, ist die Fähigkeit analytisch zu denken, komplexe Situationen in ihre Einzelteile aufzuspalten und nach und nach zu lösen, Zuarbeiten auf Deadlines und in meinem Fall das interkulturell erworbene Verständnis, das in unserer globalen Welt zum täglich Brot geworden ist. Diese Fähigkeiten heben einen in einer Branche, in der ein Studium kein Muss ist, besonders von der Menge ab. Das kann man sich natürlich auch bei Bewerbungsgesprächen zu Nutze machen.

Welche persönlichen Voraussetzungen sollte man Ihrer Meinung nach mitbringen, um gut in Ihrer Branche einzusteigen?
Freundlichkeit, Höflichkeit, zurückhaltende Bestimmtheit, Wille ständig zu lernen, diplomatische Verhandlungskünste und Beharrlichkeit.

Was möchten Sie gerne den heutigen HIB-Studierenden mit auf den Weg geben?
Auch wenn man manchmal das Gefühl hat, dass das ein oder andere, das man auf seinem Weg lernt – sei es während des Studiums oder während der ersten praktischen Erfahrungen – einem weniger behilflich für die Zukunft sein würde, erkennt man oft erst viel später und meistens völlig unerwartet, dass es doch für irgendetwas gut war. ‚Everything happens for a certain reason.’

Das Interview führte das Redaktionsmitglied Annette Höhne.

HIB-Absolvent Marcel Petzold – Namibia, Ägypten, Kuwait, … ?

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El-gouna in
Marcel Petzold in El Gouna.

Welches Programm haben Sie an der HIB abgeschlossen? Ich habe damals International Travel & Tourism Management studiert und nach dem zweiten Studienjahr die HIB verlassen.

Wo haben Sie Ihr Pflichtpraktikum durchgeführt und warum? Was haben Sie aus diesem Praktikum für sich und Ihren weiteren Lebensweg mitgenommen? Das Pflichtpraktikum habe ich für mich persönlich als kleine Herausforderung gesehen und dementsprechend wollte ich dieses in einem Land absolvieren, welches ich vorher noch nicht bereist hatte und welches eher untypisch für ein 3-Monatspraktikum ist. Der Kontinent Afrika hat, glaube ich, für jeden von uns eine unglaubliche Anziehungskraft und strahlt Abenteuer, Mystik und Fernweh aus.

Meine Wahl ist dann relativ schnell auf Namibia gefallen, da dieser Fleck Afrika noch nicht all‘ zu überlaufen von ‚westlichen’ Touristen ist. Über die örtliche Hotel Association bin ich dann auf die Frans Indongo Lodge gestoßen, die sich in Otjiwaringo befindet und von einem Deutschen Ehepaar geführt wird.

Namibia in
Marcel Petzold - Namibia.

Da es sich bei der Frans Indogo Lodge um eine privat geführte und überschaubare Luxus-Anlage handelt, war es mir möglich in verschiedensten Arbeitsbereichen tätig zu werden. Dazu gehörten das Front Office, F&B Bereich, Accounting, Sales & Marketing sowie Housekeeping. Aufgrund der Department übergreifenden Tätigkeiten auf der Frans Indongo Lodge, profitiere ich heute noch von meinen verbesserten Koordinations- sowie Timemanagement-Fähigkeiten.

Nach der HIB sind Sie nach Ägypten gezogen? Warum gerade Ägypten? Welches andere Land wäre noch in Frage gekommen? Für meine Eltern und mich war Nord-Afrika sowie der Nahe Osten stets eine Region in der wir uns mehrmals im Jahr aufhielten. Demgemäß kam ich bereits früh in Kontakt mit der arabischen Kultur und Lebensweise, da für uns nicht nur der reine Erholungsurlaub im Vordergrund stand, sondern mehr die interkulturellen Beziehungen.

Ägypten hat für mich über einen ganz besonderen Reiz, da es so facettenreich ist wie kein anderes Land im arabischsprachigen Raum. Abgesehen von unendlich scheinenden Kulturgütern, wartet das Land am Nil mit zahlreichen Schönheiten auf, angefangen von den bizarren Felsformationen in den Wüstenregionen, den fruchtbaren Nilterrassen sowie den atemberaubenden Oasen.

Was sollte man als Anfänger in einem arabischen Land unbedingt beachten? Welche kulturellen Fettnäpfchen kann man ganz einfach vermeiden? Zunächst einmal habe ich die Erfahrung gemacht, dass es in punkto Verhaltenscodex keine Faustregel für den arabischsprachigen Raum gibt, da die Länder sich nicht nur in den jeweiligen Dialekten sondern auch in den Traditionen unterscheiden. Generell gilt jedoch, dass man sich offen gegenüber einem vielleicht eher ungewohnt erscheinenden Verhalten der Araber geben sollte. Vorurteile gegenüber der Religion sowie der örtlichen Politik sollten generell ‚zu Hause’ gelassen werden, obwohl sich die Araber außerordentlich gerne mit diesen Themen auseinandersetzen.

Abgesehen von kulturellen Unterschieden, sollte man sich darauf einstellen, dass Araber sehr ungern Verantwortung abgeben. Hierbei sollte man beachten, dass man seinem Team geschickt vermittelt sowie beweist, dass man für einzelne Aufgaben bestens geeignet ist. Sich das Vertrauen bei seinen arabischen Kollegen zu erkämpfen ist nicht ganz einfach, aber wenn es gelingt, öffnet dies (fast) alle Türen …

Luxor in
Marcel Petzold in Luxor.

Wie sah ihr beruflicher Werdegang bisher aus? Nach meinem Abschluss an der HIB-Academy im Jahr 2008 bin ich für ein Trainingsjahr ins Sheraton Miramar Resort El Gouna/ Ägypten gegangen. Während dieses Trainings war ich im Front-Office in den verschiedensten Abteilungen tätig, wie z.B. der Rezeption, der Gästebetreuung und der Reservierung. Nach Beendigung des Trainings begann ich bei der in Ägypten agierenden Hotelgruppe ‚Red Sea Hotels’ in der Gästebetreuung. Diese Position verließ ich jedoch bereits nach vier Monaten, da sich keine großartigen Zukunftsperspektiven innerhalb der Hotelgruppe ergeben sollten. Da mich das Sheraton Miramar Resort El Gouna zu diesem Zeitpunkt wieder zurück in die Gästebetreuung nehmen wollte, ging ich also erneut in das kleine ‚Venedig Ägyptens’.

Insgesamt habe ich also drei Jahre in Ägypten gelebt und gearbeitet und bin nun seit kurzem im Mövenpick Hotel Kuwait tätig.

Momentan leben und arbeiten Sie in Kuwait? Wie kam es zum Ortswechsel? Unterscheidet sich das Leben in Kuwait von dem Leben in Ägypten? Wenn ja, worin?Da es vorteilhaft sein kann gerade in den Anfangsjahren relativ häufig das Land zu wechseln, habe ich nach drei Jahren in Ägypten den Weg nach Kuwait genommen. Ein interessantes Angebot der Mövenpick Hotels & Resorts tat sein Übriges …

Kuwait mit Ägypten zu vergleichen, wäre wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Kuwait ist zu grossen Teilen ein reines Geschäftszentrum in dem fast täglich Millionen- wenn nicht gar Milliardenverträge vor allem in der Petro-Industrie abgeschlossen werden. Da neben den Kuwaitis vor allem Einwanderer aus z.B. Pakistan, Indien, dem Libanon, Ägypten etc. das Strassenbild prägen, ist die Atmosphäre eine komplett andere als jene in Ägypten.

Dort besuchen Sie einen Managementkurs. Mit welchem Ziel? Der Managementkurs zieht darauf, zukünftige Führungskräfte für Mövenpick Neueröffnungen vorzubereiten. Da die Hotelgruppe weiterhin im Nahen- und Mittleren Osten am expandieren ist, werden so Experten aus den eigenen Reihen rekrutiert.

Was waren Ihre Lieblingsveranstaltungen an der HIB? Neben den zahlreichen und interessanten Firmenvorträgen, gehörten für mich die ‚Fit for Success’ Soft-SkillsTrainings sowie die Lehrveranstaltung Tourismus-Marketing zu meinen Favoriten.

Wenn sich ein Studierender für einen Job/ein Praktikum in einem arabischen Land interessiert, welchen Ratschlag würden Sie ihm unbedingt auf den Weg mitgeben wollen? Seit offen für die jeweilige Kultur des Landes und zeigt Interesse am dortigen Leben. Versucht soviel wie möglich euch in die lokale Struktur einzupflegen und schließt nicht nur Freundschaften zu den örtlichen ‚Europäern’.

Welche persönlichen Voraussetzungen sollte man Ihrer Meinung nach mitbringen, um gut in Ihrer Branche einzusteigen? Man sollte stets bestrebt sein, sich persönlich weiter zu entwickeln. Die Hotelbranche und der Tourismus allgemein unterliegen einem konstanten Wandel – es gilt also sich ständig auf dem neusten Informationsstand zu bringen. Warte nicht darauf bis Daten und Infos zu Euch kommen, macht euch selbst daran sie zu finden!

Was möchten Sie gerne den heutigen HIB-Studierenden mit auf den Weg geben?Pflegt Eure Kontakte! Jeder Tag bietet unendliche Möglichkeiten Kontakte zu knüpfen. Jene zu knüpfen ist relativ einfach, doch dass diese auch gepflegt und vertieft werden müssen, vergessen leider immer noch einige. Eine kurze Gruß-E-Mail zu Feiertagen oder sonstigen Anlässen kann sich schneller auszahlen, als man vielleicht denkt.

Das Interview führte Annette Höhne

 

Zwei HIB-Alumnis bei Karawane Reisen in Ludwigsburg!

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Indra Waldbüßer und Ute Bender haben an der Heidelberg International Business Academy Tourismusmanagement studiert und 2003 beziehungsweise 2004 ihren Abschluss gemacht. Annette Höhne sprach mit ihnen über ihre Studienwahl und ihren Berufseinstieg.

Indrawaldbussergalapagos in Wo haben Sie Ihre Pflichtpraktika für Ihr Tourismusstudium gemacht?

Indra Waldbüßer:
Bei Pacific Cycle Tours www.bike-nz.com in Governors Bay bei Christchurch, Neuseeland und bei Rutas Patagonia www.rutaspatagonia.com im Nationalpark Torres del Paine in Patagonien, Chile.

Ute Bender: Das erste Praktikum bei der Basic Service Group in Mainz im Bereich Tourismus-Marketing. Das zweite Praktikum in der Okambara Elephant Lodge, einer Gästefarm in Namibia. Nach dem Aufenthalt in Namibia habe ich auch noch zusätzlich sieben Monate ein Praktikum im Travel Management bei ABB in Mannheim absolviert, um die Zeit zwischen Namibia und Jobeinstieg zu überbrücken.

 in Welchen Einfluss hatten Ihre Praktika auf den Jobeinstieg?

Indra Waldbüßer: Zunächst hatten meine Praktika wenig Einfluss, aber für meinen Beginn bei Karawane Reisen GmbH waren meine hervorragenden Zielgebietskenntnisse durch meine Praktika von großer Bedeutung.

Ute Bender: Mein Praktikum hatte einen sehr großen Einfluss auf meinen Jobeinstieg, da mir die Besitzer der Lodge in Namibia empfohlen haben, mich bei Karawane zu bewerben und dort auch ein gutes Wort für mich eingelegt haben. Außerdem konnte ich dort meine Afrika-Kenntnisse noch vertiefen.

 

Seit Ihrem Abschluss ist eine lange Zeit vergangen. Was ist nach dem Abschluss beruflich passiert?

Indrawaldbussersudsee in Indra Waldbüßer:
Nach meinem Praktikum in Chile habe ich weiterhin im Nationalpark Torres del Paine in Chile gearbeitet. Mein Arbeitgeber war Cascada www.cascada.travel. Zum Saisonende bin ich nach Deutschland zurückgekehrt und habe bei einem Fernreisespezialisten begonnen: Canusa www.canusa.de. Anschließend folgte ein Wechsel zu Pineapple Tours www.pineapplereisen.at.

Im Frühling 2007 bekam ich dann die ersehnte Stelle bei Karawane Reisen GmbH in der Abteilung für Australien, Neuseeland, Südsee und Südamerika. Wir erstellen individuelle und persönliche Reiseverläufe für Direktkunden. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass wir uns vor Ort auskennen. Und so konnte ich bereits viele dieser Länder bereisen.

 in Ute Bender: Nach den wirklich guten Erfahrungen in Namibia und bei ABB arbeite ich nun seit August 2005 bei Karawane Reisen in Ludwigsburg in der Afrika-Abteilung im Bereich Sales und Products.

Was war der Ausschlag für Sie bei Karawane Reisen anzufangen?

Indra Waldbüßer:
Karawane Reisen GmbH war mir seit meiner Jugend als Fernreisespezialist bekannt. Ich wollte bei einem Reiseveranstalter für Fernreisen arbeiten und bekam ein gutes Jobangebot aufgrund meiner Zielgebietskenntnisse und Erfahrung mit den Computerprogrammen, mit denen wir bei Karawane arbeiten.
Toll ist auch, dass wir pro Jahr an einer Inforeise in eines unserer Zielgebiete teilnehmen dürfen.

 in Ute Bender: Ich hatte immer gehofft, meine Leidenschaft für Afrika auch beruflich einbringen zu können, was mir letztendlich gelungen ist. Des Weiteren hat mich begeistert, dass Karawane Reisen auf individuelle Kundenwünsche eingeht und nicht nur Produkte „von der Stange“ verkauft.

Welche Themen aus Ihrem Studienprogramm sind Ihnen im Tagesgeschäft wieder begegnet?

Indra Waldbüßer: Sehr nützlich waren die Fachkenntnisse in dem Reservierungssystem Amadeus und natürlich auch die Fremdsprachen, und hier in erster Linie Englisch. Dies benötige ich tagtäglich. Aber auch die Kenntnisse in Reiserecht sind sehr nützlich, damit wird man immer wieder konfrontiert.

Ute Bender: Da wir bei Karawane Reisen auch mit Amadeus arbeiten und dies täglich anwenden, war es sehr von Vorteil, dass ich dieses Reservierungssystem im Studium bereits kennen gelernt habe. Fremdsprachen, vor allem Englisch, gehören zum Alltag. Aber auch weitere Punkte, wie zum Beispiel Reiserecht oder Tourismus-Marketing konnte ich im bisherigen Arbeitsleben immer wieder gebrauchen.

Was möchten Sie heutigen Studierenden mit auf den Weg geben?

Indrawaldbusserosterinsel in Indra Waldbüßer: Alles mitnehmen, was geht! Und vor allem, wenn möglich, ein Praktikum im Ausland machen, um die Sprache zu festigen und ein Gespür für andere Mentalitäten und Arbeitsweisen zu bekommen.

Ute Bender: Ein Praktikum im Ausland während des Studiums ist sinnvoll und empfehlenswert. Hier kann man seine Fremdsprachenkenntnisse vertiefen und auf jeden Fall beim zukünftigen Arbeitgeber punkten. Die Arbeit in der Touristik ist immer abwechslungsreich und spannend, ich bin wirklich froh, dass ich mich für dieses Berufsfeld entschieden habe.

Das Interview führte Redaktionsmitglied Annette Höhne.

Nach einem Auslandsemester – wieder zurück an der HIB

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Neun Studierende der HIB haben das vergangene Semester an einer Hochschule im Ausland verbracht. Vier waren in Australien am “International College of Management” in Sydney. Fünf Studierende waren in Leeds, Großbritannien, an der „Metropolitan University“.

Alle waren begeistert von ihrem Auslandsaufenthalt, freuen sich jetzt aber auch auf die Fortsetzung ihres Studiums an der Heidelberg International Business Academy.

Der „Astra Sportstourer International Press Launch“ in Istanbul – Ein Event auf zwei Kontinenten

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Istanbul in Ich hatte vom 23. Oktober bis 14. November 2010 die Möglichkeit, beim „Astra Sportstourer International Press Launch“ in Istanbul teilzunehmen.

Während meines Pflichtpraktikums in diesem Sommer hatte ich bei der Konzeption und der Logistikplanung für dieses Event geholfen. Es war also eine gute Möglichkeit, einige schwierige Aspekte der Planung in der Praxis erleben zu dürfen.

Das Eventhotel war das „Radisson SAS Bosporus“ Hotel in Ortaköy, Istanbul, direkt an der Ortaköy Moschee und an einer der Bosporus-Brücken gelegen. Jeden Abend wurde die Brücke beleuchtet und man hatte beim Dinner einen wunderschönen Ausblick über den Bosporus.

Back-to-Back

Wie das letzte Event an dem ich teilgenommen habe, war der Ablauf wieder als Back-to-Back Programm geplant, d.h. die Journalisten kommen am ersten Tag abends an, werden mit einem Boot über den Bosporus zum Eventhotel gebracht, haben ein Pressebriefing auf der Dachterrasse des Hotels mit anschließendem Dinner in einem Restaurant in unmittelbarer Nähe.

Am zweiten Tag stand das Fahren der Testwagen auf dem Programm. Die Routen führten vom Eventhotel auf der europäischen Seite 90 km zum Coffee-Stop außerhalb von Istanbul auf der asiatischen Seite. Dort wurden verschiedene türkische Spezialitäten mit Getränken als Stärkung angeboten, bevor die Journalisten die Testfahrten auf der asiatischen Seite zum Lunch Point fortsetzten. Nach dem Lunch fuhren die Journalisten mit den Testwagen über die zweite Bosporus-Brücke zurück auf die europäische Seite und zum Flughafen, um das Event wieder zu verlassen.

Dieses Programm wiederholte sich dann jeden Tag mit einer neuen Journalisten-Gruppe.

Bei diesem Event war ich im Roadservice eingeteilt, dass heißt ich war mitverantwortlich dafür, dass die Navigationssysteme der Testwagen die richtigen Ziele programmiert hatten und alle Fahrzeuge „gescannt“ wurden, um zu wissen, welcher Journalist in welchem Auto sitzt.

Vier Locations – drei Teams

Der Arbeitstag begann jeden Morgen um halb sechs – quasi mit dem Ruf des Muezzins zum Morgengebet. Um sieben Uhr begann dann die eigentliche Arbeit. Je nach dem, in welchem Team man war, bereitete man die Testwagen für die jeweiligen Journalisten vor oder machte sich auf den Weg die Routen abzufahren, um sicher zu stellen, dass keine unvorhergesehenen Schwierigkeiten auftreten. Insgesamt gab es vier Locations zu besetzen und wir haben in drei Teams mit je zwei Personen gearbeitet.

Das Team, das die Autos vorbereitet hat, war gleichzeitig für die Abfahrt der Journalisten vom Hotel und dem Lunch-Punkt eingeteilt. Das zweite Team hatte die Aufgabe, die Testroute zum Coffe-Stop zu fahren, dort die Ankunft und Abfahrt der Journalisten zu betreuen und sich danach auf den Weg zum Flughafen zu machen. Das dritte Team fuhr die restlichen Routen bis zum Flughafen und wartete dort auf die Ankunft der Journalisten.

Mit über zwölf Millionen Einwohnern ist das Verkehrsaufkommen in Istanbul der Horror. Viele Menschen wohnen auf der asiatischen Seite, arbeiten aber auf der europäischen, was früh morgens und gegen Abend ein sehr starkes Verkehrsaufkommen in Richtung der beiden Brücken bedeutet. Das Programm war so angelegt, dass die Journalisten zwar immer gegen den Strom fuhren, die Testwagen vom Flughafen aber zum Hotel zurück gebracht werden mussten. Und das konnte dauern, die Zeit hierfür variierte von 40 Minuten bis hin zu fast vier Stunden.

Da ich zum ersten Mal in der Türkei und auf dem asiatischen Kontinent war, war auch dies eine neue Erfahrung. Das Team war wie bei dem letzten Event super und die Atmosphäre trotz einiger Komplikationen und Stress immer freundlich und gut. Ich möchte mich bei der HIB und bei Opel bedanken, dass ich an diesem Event teilnehmen konnte.

Von Philipp Ruff ICE 3 B/ Foto: Alexander Aust