Betriebswirtschaftslehre (BWL)

Die Betriebswirtschaftslehre (BWL) ist die Lehre der Führung, Organisation und Steuerung der Unternehmen. Sie ist damit ein Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaften (Ökonomielehre), die sich v.a. in die Volkswirtschaftslehre (Kurzform: VWL) und eben die BWL, also die Lehre vom wirtschaftlichen Führen von Betrieben, aufgliedern lässt. Selten wird die BWL auch noch Betriebsökonomie genannt.

In der BWL wird v.a. das einzelwirtschaftliche Handeln einzelner Betriebe beschrieben und erklärt. Dies können Betriebe zur Erstellung von Sachgütern aber auch Dienstleistungen sein. Vorrangig hat die BWL dabei gewinnorientierte Firmen der gewerblichen Wirtschaft im Auge. Die BWL trifft aber auch hilfreiche Aussagen für öffentliche Unternehmen und zum Teil auch zu öffentliche Verwaltungen. Sie betrachtet dabei die wirtschaftlichen Abläufe innerhalb von Einzelbetrieben und darüber hinaus v.a. auch die Beziehungen dieser Unternehmen mit anderen Wirtschaftsubjekten als permanenten Austauschprozess. Darauf aufbauend wird versucht, Handlungsempfehlungen für die betriebliche Praxis zu geben. Diese können die die Wahl und Fixierung von Unternehmenszielen, die entsprechende Gestaltung und Steuerung der betrieblichen Leistungs- und Austauschprozesse und auch die Art und Menge der zu anzuschaffenden Prozessfaktoren wie Personal, Roh- und Betriebsstoffe usw. betreffen. In dieser branchenunabhängigen Allgemeinheit der Aussagen der BWL wird dann von der allgemeinen BWL gesprochen Es wird jedoch wegen der Komplexität der Themen innerhalb der BWL häufig auch in die speziellen Leistungs-, finanz- und steuerungsbezogenen Lehren unterschieden. Zur speziellen Betriebswirtschaftslehre gehört zudem die Wirtschaftszweiglehre. Sie befasst sich mit den betriebswirtschaftlichen Fragen der einzelnen Branchen. Herausgebildet hat sich die Betriebswirtschaftslehre vor etwa einhundert Jahren, im Zuge der Eröffnung von Wirtschaftshochschulen in Leipzig, Köln oder München. Seit den 1920-er Jahren werden eigene Lehrstühle unterhalten.

In Deutschland umfasst das BWL-Studium mindestens acht Semester und schließt mit einem Bachelor-Abschluss ab. Besonders praxis- und kommunikations- und fremdsprachenbezogene BWL-Studiengänge bietet die Hochschule für Internationales Management in Heidelberg an. Dort erhalten die Studieren neben der Möglichkeit eines Studiums der allgemeinen BWL (International Business Management) auch die Chance aus verschiedenen Studienfeldern der speziellen funktions- oder Branchenbezogenen BWL zu wählen. Allen Studienangeboten gemeinsam ist ein sehr hoher Anteil an Fremdsprachen- als auch spezieller Soft-Skills-Unterricht.

Hier finden Sie Informationen zu verwandten Themen im Studienlexikon der HIM:

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