Case Study

Der Begriff Case Study entspricht dem deutschen Begriff „Fallstudie“. Fallstudien werden in unterschiedlichen Disziplinen und Situationen zu jeweils unterschiedlichen Zwecken in Berufspraxis, Studium, Lehre und Forschung eingesetzt. Fallstudien arbeiten nach dem Prinzip, dass aus der analytischen Betrachtung beispielhafter Fragestellungen aus der jeweiligen fachlichen Praxis nützliche Erkenntnisse gewonnen werden können. Im Idealfall können diese Erkenntnisse abstrahiert und auch auf andere Fälle und Situationen übertragen werden. Case Studies sollen so helfen, die Entwicklung von Fähigkeiten in den Bereichen der der Problemanalyse, der Gewinnung und Synthese von Daten und Informationen, des Einsatzes geeigneter Untersuchungsmethoden und der Gestaltung von Lösungsalternativen zu fördern.

Im Management-Studium, sowie dem BWL-Studium, kommen zwei Arten von Fallstudien zum Einsatz. Die eine Form der Case Study überlässt die Suche nach Lösungswegen und Handlungsempfehlungen den Lernenden. Die andere Form liefert die Lösung zu einer Studie, was die Lernenden zu Diskussionen anregt und die Suche nach Alternativen stimuliert. Es wird zudem zwischen unterschiedliche Fallarten differenziert: Die Case Study Method (Problemfindungsfall), der Entscheidungsfall (Case Method), die Case Incident Method bzw. der Informationsfall, der Untersuchungsfall, die so genannte Stated Problem Method, sowie der Beurteilungsfall (Case Problem Method).

Die Vorteile des Einsatzes von Case Studies führten dazu, dass insbesondere die renommierten angelsächsischen Business Schools Case Studies schon seit Jahrzehnten erfolgreich bei der Ausbildung von Managementstudenten nutzen. Heute finden Fallstudien in allen Länder und auf allen Bildungsniveaus breite Anwendung in der praxisnahen betriebswirtschaftlichen Aus-, Fort- und Weiterbildung von Jugendlichen und Erwachsenen. Hier finden Sie Informationen zu weiteren Themen im Studienlexikon der HIM:

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