European Credit Transfer System

Mit dem European Credit Transfer and Accumulation System, kurz ECTS, sind die Leistungen im Europäischen Hochschulraum vergleichbar. Damit haben Studenten u.a. die Möglichkeit, innerhalb dieses Raumes ein oder mehrere Auslandssemester zu absolvieren. Diese sind von der heimischen Universität anzurechnen. Das ECTS gibt es seit 1989 in Europa. Erst der sog. Bologna-Prozess hat das European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS) zu einem funktionsfähigen System gemacht.

Aktuell kommt das System nicht ausschließlich bei Studienleistungen zum Einsatz, sondern auch dann, wenn der Student das Studium nicht abschließt. Daher erweiterte sich die Bezeichnung von "European Transfer System" auf "European Transfer and Accumulation System". Damit erhalten Bewerber mit abgebrochenem Studium die Chance, durch den Leistungsnachweis eine verkürzte Ausbildungs- oder Einarbeitungszeit vertraglich zu vereinbaren. Die Einstufungstabellen des ECTS haben ein transparentes Notensystem. Dabei kommen verschiedene Schritte im Verfahren zum Einsatz. Diese gehen von der Bestimmung der Referenzgruppe über das Sammeln der erzielten Noten bis hin zur Berechnung und Notenverteilung. Derzeit verwendet jedoch nur eine geringe Anzahl der Hochschulen die ECTS-Einstufungstabelle.

Im Gegensatz zu den typischen deutschen Noten, die von eins bis sechs gehen, kommen beim ECTS Buchstaben zum Zuge. Mit den Noten A bis E hat der Student das Examen bestanden, ebenso wie die Note X, mit welcher die Leistungen anerkannt werden. FX bedeutet, dass der Leistungsnachweis nicht bestanden wurde. Hier sind für die Anerkennung der Leistung Verbesserungen erforderlich. Mit der Note F hat der Student sein Examen ebenfalls nicht bestanden. Im Gegensatz zu FX sind bei der Note F erhebliche Verbesserungen notwendig.

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