Eventsicherheit

Eventsicherheit dient der Sicherheit Teilnehmern bei Veranstaltungen. Sie umfasst alle präventiven und intervenierenden Konzepte und Maßnahmen zum Schutz von Leib und Leben der Teilnehmer, sowohl bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen als auch beim Bau und Betrieb von Veranstaltungsstätten.

Ziel von Veranstaltungssicherheit ist es, Not- und Krisenfälle sowie Personenschäden zu vermeiden aber auch in eintretende Not- und Krisensituationen zu managen. Dieses Schutzziel ergibt sich aus dem im Grundgesetzt verankerten Grundrecht auf körperliche Unversertheit jedes einzelnen Menschen. Für die Eventsicherheit ist der Eigentümer bzw. der vom Eigentümer eingesetzte Betreiber einer Versammlungsstätte verantwortlich. Die zu Grunde liegenden Rechtsvorschriften finden sich in der Versammlungsstättenverordnung der einzelnen Bundesländer (Gebäude und bauliche Anlagen) und dem allgemeinen Ordnungsrecht für Veranstaltungen, das anzuwenden ist auf Veranstaltungen außerhalb von Gebäuden.

Veranstaltungssicherheit wird maßgeblich durch die Organisation, die Versammlungsstätte selbst, die Veranstaltungstechnik, das Besucherverhalten und situative Elemente (wie Emotionalität aber auch Wetter) beeinflusst. Entsprechend werden für Veranstaltungen im Vorfeld potenzielle Gefährdungen und Risiken analysiert, beurteilt und dokumentiert und ein darauf ausgerichtetes Sicherheitskonzept erstellt.

Ein solches Sicherheitskonzept wird in der Versammlungsstättenverordnung eingefordert ab 5.000 Besucherplätzen oder wenn es die Art der Veranstaltung erfordert. Grundlagen der Eventsicherheit werden im Eventmanagement-Studium an der Hochschschule für Internationales Management in den Fächern Eventrecht und Event Operation Management gelehrt.

(Quelle: Reithmann, J. (2013): Sicherheit. In: Dinkel, M., Luppold, S., Schröer, C. (Hrsg.): Handbuch Eventmanagement. Verlag Wissenschaft & Praxis, Sternenfeld.)

Hier finden Sie Informationen zu verwandten Themen im Studienlexikon der HIM:

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