Geschäftsmodelle

Peter Drucker, einem der bekanntesten Vordenker im Management, wird die einfache Frage zugeschrieben: „What is your business?“ Die Beschreibung des Geschäftsmodells des Unternehmens sollte diese Frage beantworten. Dabei geht es vor allem um drei Teilfragen:

1. Welchen Nutzen stiftet das Unternehmen?

2. Wie wird die Leistung erstellt?

3. Wodurch wird Geld verdient?

Ein Geschäftsmodell gibt Aufschluss darüber, welche Interessengruppen einen Nutzen aus der Tätigkeit eines Unternehmens haben. Im Allgemeinen sind das in erster Linie die Kunden, die ein Produkt oder eine Leistung des Unternehmens in Anspruch nehmen. Das Geschäftsmodell beschreibt die Beschaffenheit dieses Nutzens.

Darüber hinaus sollte in einem Geschäftsmodell deutlich werden, wie der Prozess der Leistungserstellung aussieht. Dieser Prozess wird auch als Wertschöpfung bezeichnet. Dabei wird auch beschrieben, welche Ressourcen (personeller, materieller oder immaterieller Art) im Rahmen des Wertschöpfungsprozesses eingesetzt werden. Zuletzt gibt das Geschäftsmodell Aufschluss darüber, wodurch und woher die Einnahmen des Unternehmens generiert werden. Beispielsweise können Einnahmen durch die Übertragung von Eigentumsrechten oder Nutzungsrechten realisiert werden. Sie können u.a. von Endverbrauchern oder Zwischenhändlern stammen.

Für ein Geschäftsmodell gibt es keine vorgeschriebene Form der Darstellung. Der Begriff ist weder rechtlich noch betriebswirtschaftlich eindeutig bestimmt. Daher gibt es vielfältige Vorstellungen und Interpretationen, wie ein Geschäftsmodell auszusehen hat und dargestellt wird. Unternehmen können ohne ein Geschäftsmodell nicht erfolgreich geführt werden. Im Management-Studium an der HIM beschäftigen sich die Studierenden intensiv mit der Entwicklung von Geschäftsmodellen, die vor dem Hintergrund bestimmter angestrebter Zielgruppen und Zielmärkte erfolgversprechend sind.

Vgl. Stähler, Patrick (2002). Geschäftsmodelle in der digitalen Ökonomie: Merkmale, Strategien und Auswirkungen, Josef Eul Verlag, Köln-Lohmar, S. 41f.

Hier finden Sie Informationen zu verwandten Themen im Studienlexikon der HIM:

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