Konsumentenpsychologie

Konsumentenpsychologie ist ein Teilbereich der Wirtschaftspsychologie. Teilweise wird anstelle von Konsumentenpsychologie auch von Marktpsychologie gesprochen. Die Konsumentenpsychologie erarbeitet Modelle, die das Kaufverhalten der Konsumenten erklären. Es wird versucht, die richtigen Schlüsse aus beobachtetem und beobachtbarem Verhalten potentieller Kunden zu ziehen, um dadurch besser auf deren Bedürfnisse und Ansprüche reagieren zu können.

Am Ende geht es darum, wissenschaftlich gestützte Empfehlungen an Unternehmen geben zu können, wie durch den Einsatz spezieller Kenntnisse der Konsumentenpsychologie, Kaufentscheidungen von Zielgruppen entsprechend der Ziele des jeweiligen Unternehmens beeinflusst werden können. Zur Konsumentenpsychologie gehören Bereiche wie Motiv-, Verhaltens-- und Marktforschung, Marktprognose und -analyse sowie weitere, für die Bewertung von Kundenverhalten notwendige Bereiche. Ganz besonders bedeutsam wurde dabei in den letzten zwei bis drei Jahrzehnten die Neuroforschung, d.h. das Darstellen der Wirkung bestimmter, bewusst gesetzter Reize direkt im Gehirn mithilfe bspw. entsprechender bildgebender Verfahren oder der Aufzeichnung spezifischer Gehirnströme mittels EEG.

Die Konsum- oder Konsumentenpsychologie entspricht also weitgehend einer psychologischen Käufer- und Marktanalyse, auf deren Grundlage Verkaufsstrategien entwickelt werden. U.a.sind bei dieser Analyse Werbung, Produktgestaltung sowie Verpackungs- und Preisgestaltung, aber auch die Produktpräsentation von Bedeutung. Teilweise geht es dabei auch um solch ausgefallene Details wie Duft- aber auch akustische Markierungen. Diesbezügliche Beispiele, insbesondere auch am POS, sind das Beeinflussen der Aufenthaltsdauer durch angenehme Beduftung oder auch Beschallung. Andere Anwendungen der Konsumentenpsychologie finden sich beispielweise in der Elektronik- oder auch Automobilindustrie, wo versucht wird, herauszuarbeiten, wie bspw. das Klicken eines Schalters zu klingen hat, damit dieser aufgrund dieses Sinneseindrucks von potentiellen Kunden als besonders hochwertig eingestuft. So kann diese später dann entsprechend dieser Erkenntnisse passgenau entwickelt werden kann.

Der Forschungsbereich Konsumentenpsychologie entstand ähnlich wie die wissenschaftliche Anerkennung des Marketings als Ganzem bald nach dem Zweiten Weltkrieg. Zu dieser Zeit gestaltete sich der Absatz von Produkten in den westlichen Ländern auf einer Vielzahl von Märkten durch den Wandel von Verkäufer- zu Käufermarktsituationen zunehmend schwierig. Der Bedeutung der Konsumentenpsychologie wird an der Hochschule für Internationales Management Heidelberg (HIM) in allen ihren Studienangeboten in verschiedenen Modulen Rechnung getragen. Ganz besonderen Einfluss nehmen die neuesten Erkenntnisse der Konsumentenpsychologie im Unterrichtsmodul „Consumer Behaviour“, welches Studierende des Bachelor-Programms - vor allem auch im Wirtschaftspsychologie Studium - in ihrem dritten Studienjahr belegen können. Nach ihrem Studium finden Bewerber interessante Arbeitsplätze im Bereich Produktmanagement und Marketing, in entsprechenden Unternehmens- und Marketingberatungen, innovations- und Entwicklungsagenturen sowie in Marktforschungsinstituten. Im selbstständigen Bereich arbeiten sie als Coach, Berater oder Trainer.

Hier finden Sie Informationen zu verwandten Themen im Studienlexikon der HIM:

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