Natürliche Regenerationsfähigkeit

Der Begriff Regeneration hat viele Bedeutungen. Beleben, erholen, erneuern, verjüngen und wiederherstellen gehören dazu. Im biologischen Sinne steht im Mittelpunkt einer natürlichen Regenerationsfähigkeit das Leben. Wälder, Menschen und Pflanzen können sich auf natürliche Weise regenerieren.

In Flora und Fauna gibt es ausreichend Beispiele für die natürliche Regenerationsfähigkeit der Pflanzen. Ein Waldbrand beispielsweise vernichtet einen großen Bestand von Tannen. Die Tannenzapfen öffnen sich jedoch durch die Hitze und geben ihre Samen an den Boden ab. So entstehen neue Tannen. So erhält sich die Natur immer wieder aufs Neue ihre natürliche Regenerationsfähigkeit.

Einige Tiere sind dem Menschen hinsichtlich ihrer natürlichen Regenerationsfähigkeit voraus. Eidechsen werfen bei Gefahr ihren Schwanz ab, der sich wieder neu bildet. Eine Reihe Amphibien sind in der Lage, ganze Gliedmaßen neu zu bilden. Der menschliche Körper hat ebenfalls eine natürliche Regenerationsfähigkeit. Ein Beispiel dafür bietet das größte menschliche Organ, die Haut. Sie bildet sich über offenen Wunden neu, sodass nach Jahren allenfalls eine Narbe übrig bleibt. Die Muskulatur ist ein weiteres Beispiel für die natürliche Regenerationsfähigkeit des Menschen. Durch Überanstrengung kann sie Schaden nehmen; regeneriert sich jedoch in den Ruhephasen.

Die natürliche Regenerationsfähigkeit ist ein wichtiger Begriff im Bereich der nachhaltigen Entwicklung. Beide Begriffe, "nachhaltige Entwicklung" und "natürliche Regenerationsfähigkeit", gehören im engeren Sinne zusammen. Sie stehen für den Schutz der natürlichen Ressourcen weltweit. Im Vordergrund einer nachhaltigen ökologischen Entwicklung steht der Schutz der Wälder, Regenwälder, Meere, Flüsse, Seen sowie der Flora und Fauna allgemein. Nachhaltigkeit setzt die natürliche Regenerationsfähigkeit der Natur voraus, damit diese auch für die nachfolgenden Generationen verfügbar ist.

Im Studium Nachhaltigkeit an der HIM beschäftigen sich die Studierenden mit den ökologischen Folgen wirtschaftlicher Aktivitäten von Unternehmen und der Regenerationsfähigkeit der natürlichen Umwelt, aber auch mit der Frage, wie Unternehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen. Hier finden Sie Informationen zu anderen Themen im Studienlexikon der HIM:

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