Obsoleszenz

Obsoleszenz bezeichnet veralterte Dinge wie beispielsweise Produkte. Von der Modebranche her kennen die Menschen die Wortfolge: Die Bekleidung ist aus der Mode, nicht mehr modern und out. Das gilt ebenfalls für das Wissen, das sich täglich erneuert. Neue Wissenschaften kommen hinzu und verweisen überholtem Wissen des Platzes. Dabei ist nicht zu vergessen, dass in vielen Fällen neues Wissen auf alte Bestände basiert.

Die Wissenschaftler forschen täglich und bündeln ihre Zwischenergebnisse zu einem Komplex, der für eine Erfindung beispielsweise in den Bereichen Pharma und Medizin steht. Neben der Forschung entwickelt sich auch die Wirtschaft stets weiter. Unternehmer stellen hochwertige Produkte her, die über eine akzeptable Lebensdauer verfügen. Daneben stehen Design sowie die Auswahl der Bauteile und deren Einsatz im Fokus des Obsoleszenz-Management. Die Obsoleszenz zählt zum Bereich des Managements. Die Verantwortlichen entscheiden über das Aussehen, der Funktionalität und dem Preis des neuen Produkts. Sie weisen die entsprechenden Abteilungen an, die Verbraucher über den Auslauf der Produktion des bisherigen Produkts zu informieren. Des Weiteren animieren sie die Kunden zum Kauf des neues Artikels.

Umweltschützer sprechen von geplanter Obsoleszenz und kritisieren die damit verbundenen Müllberge. Ein Beispiel dafür gibt die Software für Computer. Systeme, die über Jahre hinweg hervorragend funktionierten, entsorgen die Unternehmer und bringen neue Hardwareprodukte auf den Markt. Ältere Computer gehören damit in den Müll, denn die neuen Betriebssysteme brauchen mehr Speicherplatz als ältere Computer bieten. Unternehmen und Privatpersonen bleibt keine Wahl, als neue Geräte anzuschaffen. Das vorhandene Computersystem ist veraltet oder – mit einem nicht mehr modernen Wort auszudrücken – obsolet.

Hier finden Sie Informationen zu verwandten Themen im Studienlexikon der HIM:

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