Studienfinanzierung und Studienförderung

Unser Studienprogramm wird finanziell gefördert

Für Ihr Studium an der Hochschule für Internationales Management stehen Ihnen beim Vorliegen bestimmter Voraussetzungen vielfältige Möglichkeiten der Studienfinanzierung offen, die im Folgenden vorgestellt werden. Wenn Sie weitere Fragen zur Studienfinanzierung haben, wenden Sie sich bitte an unser Studiensekretariat oder unseren Student Support Service, der Ihnen im Rahmen einer persönlichen Beratung gerne die verschiedenen Instrumente zur Förderung vorstellt.

Förderung nach Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG

Das Studium an der HIM ist förderungsfähig nach BAföG. Beim Vorliegen bestimmter persönlicher Voraussetzungen haben Sie daher Anspruch auf eine finanzielle Förderung Ihres Studiums. Diese Förderung erfolgt zur Hälfte als Zuschuss, den Sie nicht zurückzahlen müssen und zur Hälfte als zinsloses Staatsdarlehen.

 

Bafög

Die HIM ist eine staatlich anerkannte Hochschule. Beim Vorliegen bestimmter finanzieller Voraussetzungen haben Sie daher Anspruch auf eine finanzielle Förderung Ihres Bachelor- oder Master-Studiums an der HIM.

Das Bachelor-Studium an der HIM ist förderungsfähig, sofern Sie Ihren Grundförderungsanspruch nicht bereits durch eine andere Ausbildung verbraucht haben. Das Bachelor-Studium muss vor Vollendung des 30. Lebensjahres begonnen werden.

Das Master-Studium wird gefördert, wenn es auf einem Bachelor-Studiengang aufbaut und Sie außer einem Bachelor-Studium noch kein Studium abgeschlossen haben. Ein bestimmter zeitlicher Zusammenhang zwischen dem Bachelor- und dem Master-Studium ist nicht einzuhalten. Eine Förderung erfolgt jedoch nur, wenn das Master-Studium vor Vollendung des 35. Lebensjahres begonnen wird.

Sie erhalten die Förderung grundsätzlich zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als zinsloses Staatsdarlehen. Das Kindergeld wird bei der Berechnung des BAföG-Anspruchs nicht angerechnet. Als monatlicher Bedarf sind im BAföG Pauschalbeträge vorgesehen, deren Höhe abhängig ist von der gewählten Ausbildungsform und der Unterbringung (bei den Eltern oder auswärts wohnend). Während eines Praktikums gilt der Bedarfssatz für die Ausbildung, mit der das Praktikum zusammenhängt.

Im Einzelnen gelten folgende Bedarfssätze:

bei den Eltern wohnend                           422,00 Euro

nicht bei den Eltern wohnend                  597,00 Euro

Diese Bedarfssätze erhöhen sich um einen zusätzlichen Krankenversicherungszuschlag in Höhe von zurzeit 62,00 Euro und einen Pflegeversicherungszuschlag in Höhe von 11,00 Euro monatlich, wenn Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung oder einer privaten Krankenversicherung versichert sind.

Die Höhe Ihrer BAföG-Förderung ergibt sich, wenn von dem für Sie maßgeblichen Bedarfssatz nach dem BAföG Ihr anzurechnendes eigenes Einkommen und Vermögen sowie das Einkommen Ihrer Eltern oder Ihres Ehegatten abgezogen werden (familienabhängige Förderung). Unter bestimmten Voraussetzungen bleibt das Einkommen der Eltern außer Betracht (elternunabhängige Förderung).

Als Faustregel gilt:  

    Bedarf nach dem BAföG
abzüglich anrechenbares Einkommen und Vermögen des Auszubildenden
  und anrechenbares Einkommen des Ehegatten und der Eltern
ergibt Förderungsbetrag nach dem BAföG

Sofern Sie Leistungen nach dem BAföG beantragen wollen, setzen Sie sich bitte mit unserem Studiensekretariat in Verbindung. Die Förderung nach dem BAföG ist schriftlich auf den dafür vorgesehenen Formblättern zu beantragen. Die Formblätter sind bei allen Ämtern für Ausbildungsförderung an Ihrem Wohnort erhältlich, die auch die BAföG-Anträge bearbeiten und entscheiden, ob Leistungen nach dem BAföG erteilt werden. Die Formblätter sind auch im Internet verfügbar und können unter der Adresse www.bafoeg.bmbf.de eingesehen und ausgedruckt werden.

Alle Informationen sind ohne Gewähr! Bitte informieren Sie sich über die aktuellen Regelungen beispielsweise im Internet unter www.bafoeg.bmbf.de.

Stipendienprogramm der Hochschule für Internationales Management Heidelberg

Die Hochschule für Internationales Management Heidelberg vergibt zu jedem Studienjahr eine begrenzte Anzahl an Stipendien. Die Stipendien werden auf Antrag von Studierenden vergeben, sofern die Studierenden die definierten Fördervoraussetzungen erfüllen.

Die Hochschule vergibt:

  • Einstiegsstipendien
  • Leistungsstipendien
  • Aufbaustipendien

Nähere Informationen erhalten Sie von der Studienberatung der Hochschule.

Bildungskredit der kfW-Bankengruppe

Durch das Bildungskreditprogramm der kfW wird ein zeitlich befristeter, zinsgünstiger Kredit zur Unterstützung von Studierenden angeboten. Der Bildungskredit ist nicht vom Einkommen und Vermögen der Studierenden oder ihrer Eltern abhängig. .Er steht  neben oder zusätzlich zu Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) als weitere Möglichkeit der Ausbildungsfinanzierung zur Verfügung.

Bildungskredit

Durch das Bildungskreditprogramm wird ein zeitlich befristeter, zinsgünstiger Kredit zur Unterstützung von Studierenden angeboten, der neben oder zusätzlich zu Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) als weitere Möglichkeit der Ausbildungsfinanzierung zur Verfügung steht. Der Bildungskredit dient bei nicht nach dem BAföG geförderten Auszubildenden der Sicherung und Beschleunigung der Ausbildung, bei nach dem BAföG geförderten Auszubildenden der Finanzierung von außergewöhnlichem, nicht durch das BAföG erfasstem Aufwand, wie z.B. besonderen Studienmaterialien, Exkursionen oder Schulgebühren. Ein Rechtsanspruch auf den Bildungskredit besteht nicht. Es handelt sich, anders als beim BAföG, um ein Programm mit einem vorgegebenen Budget.

Gefördert werden Studierende, die sich in einer fortgeschrittenen Phase ihrer Ausbildung befinden. Dazu gehören Studierende im Bachelor-Studiengang der HIM, die die Studienleistungen des ersten Studienjahres vollständig erbracht haben sowie Studierende, die bereits ein Bachelor-Studium abgeschlossen haben und im Master-Studiengang der HIM studieren.

Die Förderung erfolgt unabhängig vom Vermögen und Einkommen des Antragstellers und seiner Eltern. Der Bildungskredit kann auch für den Besuch einer ausländischen Ausbildungsstätte gewährt werden, wenn er dem Besuch einer inländischen Ausbildungsstätte gleichwertig ist. Darüber hinaus ist die Bewilligung des Kredites auch während der Teilnahme an einem Praktikum im Ausland möglich.

Der Bildungskredit wird monatlich im Voraus in gleich bleibenden Raten durch die KfW ausbezahlt. Beantragt werden können monatliche Raten von 100 Euro, 200 Euro oder 300 Euro. Innerhalb eines Ausbildungsabschnittes können bis zu 24 Monatsraten, also maximal bis zu 7.200 Euro bewilligt werden. Der Kredit wird nur bis zum Ende des Monats geleistet, in dem die Studierenden das 36. Lebensjahr vollenden.

Damit die Kreditkonditionen günstig sein können, übernimmt der Bund gegenüber der auszahlenden Kreditanstalt für Wiederaufbau eine Ausfallbürgschaft (Bundesgarantie). Der Kredit ist von der Auszahlung an zu verzinsen. Bis zum Beginn der Rückzahlung werden die Zinsen jedoch ohne Antrag gestundet. Als Zinssatz erhebt die KfW die European Interbank Offered Rate (EURIBOR) mit einer Laufzeit von 6 Monaten zuzüglich eines Aufschlags von einem Prozent pro Jahr.  

Der Bildungskredit wird schriftlich beim Bundesverwaltungsamt, 50728 Köln beantragt oder per Internet unter http://www.bildungskredit.de/. Das Bundesverwaltungsamt erteilt bei Vorliegen der Förderungsvoraussetzungen einen Bewilligungsbescheid, der den Studierenden berechtigt, einen Kreditvertrag mit der KfW Bankengruppe abzuschließen. Ein Vertragsangebot der KfW Bankengruppe ist dem Bewilligungsbescheid bereits beigefügt. Die Auszahlung erfolgt direkt durch die KfW Bankengruppe.

Der Bildungskredit ist nach einer mit der ersten Auszahlung beginnenden Frist von 4 Jahren in monatlichen Raten von 120 Euro an die KfW Bankengruppe zurückzuzahlen. Er kann aber auch vorab ganz oder teilweise zurückgezahlt werden.

Alle Angaben sind ohne Gewähr! Bitte informieren Sie sich über die aktuellen Regelungen beispielsweise im Internet unter www.bmbf.de. Weitere Informationen zum Thema Bildungskredit erhalten Sie unter www.bildungskredit.de, sowie unter www.kfw-foerderbank.de.

Studentenkredite und Bildungskredite der Banken

Viele Banken bieten zinsgünstige Studenten- oder Bildungskredite, die Ihnen erhalten größere finanzielle Freiräume während des Studiums geben. Die Rückzahlung beginnt in der Regel erst nach einer rückzahlungsfreien Zeit, in der Sie den Berufseinstieg vollziehen und eigene Einkünfte erzielen können. Im Folgenden wir eine kleine Auswahl der Angebote von Banken vorgestellt.

Studentenkredit der Deutsche Bank AG Mit einem Studium an der HIM erfüllen Sie die formalen Voraussetzungen für die Vergabe eines Studentenkredits durch die Deutsche Bank. Der db StudentenKredit schafft größere finanzielle Freiräume während des Studiums bei einer niedrigen variablen Verzinsung. Für den Deutsche Bank StudentenKredit ist kein Gehaltsnachweis nötig. Die Rückzahlung beginnt erst nach einer rückzahlungsfreien Zeit während der Berufsfindungsphase von bis zu 12 Monaten. Der db Studentenkredit deckt 3 Phasen bei der Finanzierung des Studiums ab:

Phase 1: Auszahlung

• Während des Studiums Auszahlung von einem festen monatlichen Betrag
• In Abhängigkeit von der Laufzeit bis zu 800 Euro monatlich, in den ersten beiden Fachsemestern max. 200 Euro monatlich
• Maximaler Gesamtbetrag 30.000 Euro
• Niedriger, variabler Zinssatz
• Auszahlungsdauer: bis zu 60 Monate
• Nach Abschluss des Studiums enden die monatlichen Auszahlungen

Phase 2: Rückzahlungsfreie Zeit

• Während der anschließenden Berufsfindungsphase sind vorerst keine Rückzahlungen erforderlich
• Beginn der Rückzahlung erst 3 Monate nach Berufsstart, spätestens 12 Monate nach Beendigung des Studiums  

Phase 3: Rückzahlung

• Nach Abschluss der rückzahlungsfreien Zeit wird eine neue Vereinbarung getroffen
• Laufzeit bei Rückzahlung: bis zu 144 Monate zu den dann gültigen Konditionen 
• Fester Zinssatz: Darlehensbetrag entspricht der Summe der aufgelaufenen Auszahlungsbeträge plus Bearbeitungskosten und    Zinsen

Wer das Studium mit einer Durchschnittsnote besser als 2,0 erhält einen Preisvorteil von einem Prozentpunkt. Sondertilgungen und eine komplette Ablösung sind in allen drei Phasen möglich, während der Rückzahlung mit dreimonatiger Kündigungsfrist. Alle Informationen sind ohne Gewähr! Bitte informieren Sie sich über die aktuellen Konditionen auf den Seiten der Deutschen Bank unter www.deutsche-Bank.de/studenten.

KfW Studienkredit

Mit dem Studienkredit der KfW können Sie bis zu 14 Semester lang Ihre Lebenshaltungskosten mit monatlichen Beträgen von 100 bis zu 650 Euro finanzieren. Den KfW-Studienkredit können Sie mit BAföG und dem Bildungskredit kombinieren. Zu Beginn der Finanzierung müssen Sie  volljährig und dürfen höchstens 34 Jahre alt sein.

Der Studienkredit zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

• Darlehenshöchstsumme: 54.600 Euro (650 Euro über 14 Semester)
• sehr gute Konditionen mit niedrigem Sollzinssatz
• bei Vertragsabschluss wird für einen Zeitraum von 15 Jahren ein Höchstzinssatz garantiert
• es sind keine Sicherheiten erforderlich
• die Vergabe ist einkommens- und elternunabhängig
• Auszahlung und Rückzahlung erfolgen flexibel
• die Rückzahlung beginnt 6 bis 23 Monate nach der letzten Auszahlung
• außerplanmäßige Tilgungen sind möglich

Die Tilgungsdauer beträgt in der Regel 10 Jahre und kann bei einer monatlichen Mindestrate von 20 Euro bis auf maximal 25 Jahre ausgedehnt werden. Sie können Ihren Kredit jederzeit vorzeitig ganz oder teilweise zurückzahlen, ohne dass dafür zusätzliche Kosten anfallen.

Voraussetzung für die Vergabe des Studienkredits ist, dass Sie noch nicht über den Abschluss eines berufsqualifizierenden Erststudiums verfügen. Der Abschluss ''Bachelor'' wird von der kfW nicht als Abschluss eines Erststudiums gewertet. Sie können also mit dem KfW-Studienkredit auch das Master-Studium an der HIM finanzieren.

Die Antragstellung kann frühestens 3 Monate vor dem gewünschten Finanzierungsbeginn erfolgen. Der Kreditantrag ist bei einem KfW-Vertriebspartner, also einer Bank oder Sparkasse vor Ort einzureichen. Bei Vertragsabschluss fällt eine einmalige Aufwandsentschädigung für den Vertriebspartner an. Diesen Betrag zahlen Sie zusammen mit dem Kredit zurück. Weitere Kosten entstehen für Sie nicht.

Alle Informationen sind ohne Gewähr! Bitte informieren Sie sich über die aktuellen Konditionen für den kfW Studienkredit auf den Seiten der kfW.

Bildungsfonds

Bildungsfonds unterstützen Sie bei der Finanzierung Ihres Studiums und der Lebenshaltungskosten. Wenn Sie nach dem Studium berufstätig sind und über ein Einkommen verfügen, zahlen Sie einen bestimmten Prozentsatz ihres Bruttoeinkommens über einen vorher vereinbarten Zeitraum an den Bildungsfonds zurück.

Bildungsfonds

Bildungsfonds bieten Ihnen eine Alternative zu Studiendarlehen, um die Ausgaben für das Studium und die Lebenshaltung zu finanzieren. Da die Hochschule für Internationales Management staatlich anerkannt ist, liegen die formalen Voraussetzungen vor, die Bildungsfonds in der Regel an die Förderung von Bachelor- und Master-Studiengängen stellen.

Die Höhe der finanziellen Unterstützung und der Ausgestaltung der Förderbedingungen ist vom Bildungsfonds abhängig. In der Regel läuft die finanzielle Unterstützung über die gesamte Studienzeit. Dabei können je nach Anbieter Beträge von insgesamt bis zu 30.000 Euro gefördert werden.

Die Rückzahlung erfolgt nach Ihrem Einstieg ins Berufsleben, also dann, wenn Sie Geld verdienen. Sie wird in dem zwischen Ihnen und dem Bildungsfond geschlossenen Fördervertrag individuell festgelegt und beträgt izwischen 4 und 10 Prozent Ihres Bruttoeinkommens. Diese Beträge sind über einen Zeitraum von mehreren Jahren zu zahlen.  Die Höhe und die Dauer der Rückzahlung sind abhängig von bestimmten Leistungskriterien und den in Ihrem späteren beruflichen Umfeld zu erwartenden Karriereperspektiven. Je nach Ihrer finanziellen Situation zahlen Sie somit weniger, genau gleich, oder mehr an den Bildungsfonds zurück, als Sie an Fördermitteln erhalten haben.

Typische Merkmale von Bildungsfonds sind:

• Finanzierung des Lebensunterhalts und der Studiengebühren mit bis zu 1.000 Euro monatlich

• Förderung unabhängig von Ihrer Einkommens-/Vermögenssituation oder der Ihrer Eltern

• Förderung kann zusätzlich zu bestehender Förderung durch BAföG oder Bildungskredit erfolgen

• keine Sicherheiten erforderlich, aber Abfrage der Bonität bei der SCHUFA

• von Banken unabhängige Form der Finanzierung • keine fixen oder variablen Zinsen

• Rückzahlung gemäß Ihrer späteren finanziellen Leistungsfähigkeit

• keine Altersbeschränkung

• es besteht in der Regel eine Mindestfinanzierungssumme

Die Förderung wird durch Einreichung von Bewerbungsunterlagen beantragt, die anschließend ausgewertet werden. Häufig sind im Rahmen des Bewerbungsverfahren Tests, Assessment Center oder Interviews zu absolvieren. Wer das Bewerbungsverfahren erfolgreich abgeschlossen hat, erhält einen Vorschlag für die Finanzierung. Alle Informationen sind ohne Gewähr! Vertiefende Informationen finden Sie beispielsweise im Internet unter www.bildungsfonds.de.

Kindergeld und Kinderfreibetrag

Kindergeld erhalten Eltern für ihre Kinder. Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres wird Kindergeld für alle Kinder gezahlt. Für ein über 18 Jahre altes Kind kann bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres Kindergeld u.a. weitergezahlt werden solange es sich in einer Ausbildung befindet.

Kindergeld und Kinderfreibetrag

Kindergeld erhalten Eltern für ihre Kinder. Anspruchsberechtigt sind leibliche Eltern, Adoptiveltern, Stiefmutter / Stiefvater, Großeltern und Pflegeeltern. Weitere Voraussetzung ist, dass der Antrag stellende Elternteil in Deutschland wohnt oder sich hier gewöhnlich aufhält.

Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres wird Kindergeld für alle Kinder gezahlt. Für ein über 18 Jahre altes Kind kann bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres Kindergeld u.a. weitergezahlt werden solange es sich in einer Ausbildung befindet. Über das 25. Lebensjahr hinaus wird für Kinder in Ausbildung Kindergeld gezahlt, wenn sie den gesetzlichen Grundwehrdienst oder Zivildienst geleistet haben, sich freiwillig für nicht mehr als 3 Jahre zum Wehrdienst verpflichtet haben oder eine vom Grundwehr- bzw. Zivildienst befreiende Tätigkeit als Entwicklungshelfer ausgeübt haben, und zwar längstens für die Dauer des gesetzlichen Grundwehrdienstes bzw. Zivildienstes.

Berufsausbildung im Sinne des Kindergeldrechts ist die Ausbildung für einen künftigen Beruf. Dabei erkennt die Familienkasse alle Ausbildungsmaßnahmen an, durch die das Kind die Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen erwerben kann, die als Grundlagen für die Ausübung seines angestrebten Berufs geeignet sind. Auch der Besuch eines vergleichbaren Studiums im Ausland gilt als Ausbildung im kindergeldrechtlichen Sinn, beispielsweise im Rahmen eines Studienjahres an einer unserer Partnerhochschulen.

In der Vergangenheit wurde Kindergeld nur gezahlt, wenn die Einkünfte und Bezüge eines Kindes den Betrag von 8.004 € nicht überschritten haben. Ab dem Jahr 2012 ist das Kindergeld unabhängig von der Höhe der Einkünfte des Kindes und es ist kein Einkommensnachweis mehr zu erbringen. Das Kindergeld wird also auch dann gezahlt, wenn das Kind neben dem Studium hinzuverdient. Wird eine zweite Ausbildung angeschlossen, muss nachgewiesen werden, dass das Kind neben der Ausbildung nicht mehr als 20 Stunden in der Woche erwerbstätig ist. Wie bisher kann das Kindergeld auch nur bis zum 25. Geburtstag  des Kindes bezogen werden.

Kindergeld wird zurzeit monatlich in folgender Höhe gezahlt:

für das erste Kind:188 Euro

für das zweite Kind:188 Euro

für das dritte Kind:194 Euro

für jedes weitere Kind:219 Euro

Der Antrag auf Kindergeld muss schriftlich gestellt und unterschrieben werden. Bitte beantragen Sie das Kindergeld bei der für Sie zuständigen Familienkasse. Das ist in erster Linie die Bundesagentur für Arbeit – Familienkasse – , in dessen Bezirk Sie wohnen oder Ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Benutzen Sie bitte zur Antragstellung die Vordrucke, die bei der Familienkasse erhältlich sind.

Der Kinderfreibetrag hat die Funktion,  im Rahmen der Besteuerung der Eltern das Existenzminimum eines Kindes zu berücksichtigen. Er beläuft sich auf zurzeit 7.008 Euro. Wird er in Anspruch genommen, erfolgen keine monatlichen Kindergeldzahlungen. Der Kinderfreibetrag wird nicht automatisch in die Lohnsteuerkarte eingetragen, sondern ist in jedem Jahr beim Finanzamt neu zu beantragen. Ob die steuerliche Entlastung durch den Kinderfreibetrag höher ist als die Zahlungen des Kindergeldes, stellt das Finanzamt dann im Rahmen des Lohnsteuerjahresausgleichs oder der Steuererklärung durch eine so genannte "Günstigerprüfung" fest.

Alle Informationen sind ohne Gewähr! Bitte informieren Sie sich über die aktuellen Regelungen beispielsweise im Internet unter www.arbeitsamt.de.

Steuerliche Vorteile

Kosten für eine Aus- oder Fortbildung können Sie Steuer mindernd als Sonderausgaben oder Werbungskosten geltend machen. Für die an der HIM durch die Berufsausbildung eines Kindes entstehenden Aufwendungen können Eltern zudem einen Ausbildungsfreibetrag erhalten.

 

Sonderausgaben und Werbungskosten

Kosten für eine Aus- oder Weiterbildung können in der Einkommensteuererklärung steuerlich geltend gemacht werden, um die Steuerlast zu senken.

Steuerlich zu berücksichtigende Kosten sind unter anderem:

- Kurs-, Studien- und Prüfungsgebühren,
- Übernachtungs- und Verpflegungskosten,
- Fahrtkosten, entweder Fahrscheine oder bei einem Privat-Pkw die Kosten pro gefahrenem Kilometer,
- Fahrtkosten für Familienheimfahrten bei länger dauernden Bildungsmaßnahmen,
- Ausgaben für Fachliteratur, Schreib- und Büromaterial, Porto- und Telefonkosten.

Steuerlich wird zwischen Erstausbildung und Weiterbildung unterschieden. Im Einzelfall ist die Abgrenzung häufig schwierig. Die Unterscheidung ist jedoch bedeutsam, da durch sie bestimmt wird, in welcher Höhe Aufwendungen Steuer mindernd berücksichtigt werden können:

Aufwendungen für die erstmalige Berufsausbildung bzw. für ein Erststudium können bis zu einer Höhe von 6.000 Euro als Sonderausgaben in dem Jahr geltend gemacht werden, in dem die Ausgabe anfiel. Sie werden steuerrechtlich als Kosten der privaten Lebensführung betrachtet. Der Höchstbetrag kann bei Ehegatten jeweils von beiden in Anspruch genommen werden. Zu diesen Aufwendungen gehören Studiengebühren, Kosten für eine auswärtige Unterbringung, Kosten für Lernmittel und Fahrtkosten.

Finanzielle Aufwendungen für eine Fort- oder Weiterbildung sind Werbungskosten. Als Fort- oder Weiterbildung gelten Bildungsmaßnahmen, die beruflich veranlasst sind. Dies ist dann gegeben, wenn bereits eine Erstausbildung abgeschlossen oder ein Beruf ausgeübt wurde. Die Bildungsmaßnahme muss also der Erwerbstätigkeit in einem Beruf dienen. Dabei muss kein fachlicher Zusammenhang zum ursprünglich erlernten Beruf vorliegen. Anders als Sonderausgaben sind Werbungskosten in voller Höhe unbegrenzt abzugsfähig und  können in nachfolgende Kalenderjahre übertragen werden. Durch die über mehrere Jahre angehäuften Werbungskosten  lässt sich das zu versteuernde Einkommen des ersten Berufsjahres erheblich verringern und die resultierende Steuerlast reduzieren. Es ist somit vorteilhaft, Aufwendungen als Werbungskosten geltend zu machen.

Ein betriebswirtschaftliches Bachelor-Studium gilt in der Regel als  Erstausbildung. Die durch das Studium veranlassten Kosten lassen sich somit lediglich als Sonderausgaben berücksichtigen. Wird an ein wirtschaftwissenschaftliches Bachelor-Studium ein konsekutives Master-Studium angeschlossen, gilt es in der Regel als Weiterbildung und die Kosten für das Master-Studium können als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden.

Ausbildungsfreibetrag

Entstehen steuerpflichtigen Eltern Aufwendungen für die Berufsausbildung eines Kindes im Alter zwischen 18 und 25 Jahren, für das sie einen Kinderfreibetrag oder Kindergeld erhalten, so wird auf Antrag je Kalenderjahr ein Ausbildungsfreibetrag in Höhe von 924,00 Euro Steuer mindernd berücksichtigt. Ein Ausbildungsfreibetrag kann nur in Anspruch genommen werden, wenn das Kind die Ausbildung auswärtig absolviert. Nachweise über die Höhe der Ausbildungskosten sind nicht zu erbringen. Es müssen lediglich entsprechende Aufwendungen für die auswärtige Ausbildung eines Kindes entstanden sein. Soweit die Voraussetzungen für eine Berücksichtigung nicht das ganze Jahr über vorliegen, ermäßigen sich die Beträge entsprechend (pro Monat 1/12 des Jahresbetrages).

Anders als in der Vergangenheit wird der Ausbildungsfreibetrag nicht mehr um eigene Einkünfte oder Ausbildungsbeihilfen des Kindes, z.B. im Rahmen einer Förderung nach dem BAföG, gekürzt. Die Berücksichtigung des Einkommens des Kindes ist vollständig entfallen.

Alle Angaben ohne Gewähr!

Fahrtkostenermäßigung

Während Ihres Studiums an der HIM können Sie das Semester-Ticket des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar erwerben und so alle öffentlichen Verkehrsmittel in Heidelberg und Umgebung zu sehr günstigen Konditionen nutzen. Bitte erkundigen Sie sich bei unserem Studiensekretariat.